Löwen wollen Saison mit Heimsieg gegen Chemnitz beenden
Löwen wollen 17. werden
Mit dem morgigen Heimspiel gegen die NINERS Chemnitz (Tip-Off: 16:30 Uhr) endet die easyCredit BBL-Saison der Basketball Löwen Braunschweig, die nach 31 Jahren durchgängiger Erstligazugehörigkeit seit Donnerstagabend als sportlicher Absteiger feststehen. „Trotzdem ist diese Saison noch nicht zu Ende (…) – und es ist unser Anspruch, diese mit maximalem Einsatz und der nötigen Haltung zu bestreiten“, sagte Löwen-Geschäftsführer Nils Mittmann in einem öffentlichen Statement, nach dem der Abstieg besiegelt war. Diese Vorgabe gilt es im letzten Saisonspiel vor den eigenen Fans umzusetzen, das die Volksbank BRAWO als "Sponsor Of The Day" präsentiert.
Tickets sind im Löwen-Ticketshop, in der Konzertkasse Schloss-Arkaden sowie über die Ticket-Hotline unter 040 319 747 69 52 erhältlich.
Löwen-Headcoach Ramón Díaz untermauerte Mittmanns Worte nach der gestrigen Auswärtsniederlage in Oldenburg. „Wir müssen regenerieren, die Saison auf die richtige Art beenden und wir wollen 17. werden“, sagte der Spanier bestimmt. Dessen Team hatte gestern Abend bei den EWE Baskets bereits Taten auf die von Nils Mittmann geforderten Tugenden folgen lassen: Trotz der Gewissheit des Abstiegs zeigten die Löwen Moral und eine gute kämpferische Leistung. Sie dominierten angeführt vom starken Duo David N’Guessan und Simi Shittu beim Rebound und waren bis kurz vor Schluss auf 81:82 dran. Letztendlich waren es die vielen eigenen Ballverluste und die starke Dreierquote der Oldenburger, die zur 84:93-Niederlage führten.
Der Auftritt macht Mut, dass die Löwen die Saison morgen vor den eigenen Fans mit einer ähnlich kämpferischen Leistung und einem Sieg gegen die NINERS beenden. Dabei wird Ramón Díaz neben den bekannten Rekonvaleszenten erneut auf Ferdinand Zylka verzichten müssen. Der konnte aus familiären Gründen seit mehr als einer Woche nicht regulär am Trainingsbetrieb teilnehmen und hat aktuell einen entsprechenden Trainingsrückstand. Daher wird er beim letzten Heimspiel nicht im Kader stehen, die Mannschaft aber vor Ort in der Volkswagen Halle von der Bank aus unterstützen. Ferdinand Zylka wollte sich selbst dazu zu äußern und sagt: „In der vergangenen Woche gab es in meiner Familie eine schwierige und sehr angespannte Zeit. Bei meiner hochschwangeren Frau sind Komplikationen aufgetreten, weshalb sie über mehrere Tage im Krankenhaus war. In dieser kritischen Phase war es für mich selbstverständlich, an ihrer Seite zu sein und sie zu unterstützen. Es tut mir leid, in dieser wichtigen Phase nicht bei der Mannschaft gewesen sein zu können – aber meine Familie hatte für mich Vorrang. Ich hoffe daher auf Verständnis.“
Dementsprechend gehen die Löwen am morgigen Sonntag voraussichtlich mit dem Kader ins Rennen, der ihnen in Oldenburg zur Verfügung stand. Dabei treffen sie auf NINERS, die noch um einen Play-In-Platz kämpfen. Die könnten mit einem Sieg bestenfalls Siebter, aber mindestens Zehnter werden – verpassen laut easyCredit BBL im Falle einer Niederlage aber in 23 von 32 möglichen Konstellationen (72 Prozent) die Play-Ins. Es steht also noch allerhand für die Sachsen auf dem Spiel, die sich am Donnerstag mit einem Overtime-Sieg über die SKYLINERS die Chancen auf die Postseason erhalten haben. Nach den letztjährigen direkten Playoff-Qualifikationen dürfte das Erreichen der Play-Ins zum aktuellen Zeitpunkt das Minimalziel dieser Saison sein, die wahrscheinlich nicht so gelaufen ist, wie man sich bei den NINERS ursprünglich vorgestellt hat.
Das ging mit einigen Kaderveränderungen einher, wie zum Beispiel dem Wechsel von Kaza Kajami-Keane zu den Löwen. Während der Kanadier in Braunschweig sofort zum Leistungsträger avancierte, können sich die Chemnitzer vor allem auf Kevin Yebo verlassen. Der Big Man ist mit 16,3 Punkten und 6,4 Rebounds pro Spiel Topscorer wie auch bester Rebounder der Mannschaft von Rodrigo Pastore. Die weiteren großen Spieler wie Amadou Sow (12,9 PpS; 6,2 RpS) und Yordan Minchev (10,0 PpS; 6,4 RpS) punkten ebenfalls zweistellig und arbeiten stark am Brett. Im Backcourt zieht hingegen Corey Davis die Strippen (12,1 PpS), der mit 6,3 Assists im Schnitt zu den besten Vorlagengebern der Liga gehört und die NINERS schon mehrfach durch seine „Clutch-Qualitäten“ zum Sieg geführt hat. Im Aufeinandertreffen mit den Sachsen kommt es auch zum Wiedersehen mit dem früheren Löwen Kostja Mushidi, der in gut 21 Minuten Spielzeit auf 8,8 Punkte kommt.
Trotz der starken Präsenz ihrer Big Men nehmen die Chemnitzer ligaweit die drittmeisten Dreier, treffen dabei aber nur 32,9 Prozent. Diese Quote hatten die Sachsen auch im Hinspiel, in dem sie 40-mal von Downtown abdrückten und deutlich mit 93:75 gewannen. Ein Knackpunkt damals war vor allem ihre knapp 70-prozentige Zweierquote.
Quelle: PM 09.05.2026
