Herzschlag Braunschweig: Wo das Herz der Stadt schlägt
Restaurant, Bar, Live-Musik und Events
Restaurant, Bar, Live-Musik und Events: Im Herzschlag am Hagenmarkt soll ein Abend nicht einfach mit dem Essen enden. Hinter dem neuen Gastronomiekonzept steckt die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem Gäste gemeinsam essen, trinken, Musik erleben und immer wieder etwas Neues entdecken können.
Vom alten Sausalitos zum Herzschlag
Die Idee für das Herzschlag entstand aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, an dem Musik und Entertainment eine zentrale Rolle spielen. Als schließlich das ehemalige Haus Alitos am Hagenmarkt gefunden wurde, nahm das Konzept konkrete Formen an.
Während Jens Kluck und Michael Kraft bereits in den Räumlichkeiten viel Potenzial erkannten, waren zunächst vor allem alte Wände und eine umfangreiche Baustelle zu sehen. Nach der Entkernung des Gebäudes konnte die gemeinsame Vorstellung von Erlebnisgastronomie Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Dabei war von Anfang an klar: Das Herzschlag sollte mehr als eine Bar werden. Ein Restaurant mit einer großen Auswahl an Speisen, Getränken und Cocktails gehört ebenso zum Konzept wie ein regelmäßiges Abendprogramm. Karaoke, Bingo, Live-Musik und weitere Veranstaltungen sorgen dafür, dass an den Wochenenden immer wieder etwas anderes auf dem Programm steht.
Auch der Name ist Teil dieser Idee. „Wir wollten der Herzschlag der Stadt sein“, erzählen die Betreiber. Nach einer längeren Suche stand irgendwann fest: Herzschlag soll der Name sein.
Eine Einrichtung mit Geschichte
Wer das Herzschlag betritt, soll nicht nur einen Tisch, eine Bar und eine Bühne sehen. Viele Elemente der Einrichtung haben ihre eigene Geschichte.
Besonders auffällig sind die historischen Gusseisensäulen. Sie standen bereits 1898 am Stettiner Hauptbahnhof und wurden für das Herzschlag wieder in die Räumlichkeiten integriert. Auch bei Tischen, Stühlen, Geländern und weiteren Einrichtungselementen wurde gezielt nach besonderen Einzelstücken gesucht. Dafür ging es unter anderem mehrfach in die Niederlande, wo die Betreiber verschiedene antike Stücke zusammentrugen.
Dazu kommen Konzertplakate, Gitarren und eine eigens angefertigte, rund 3,50 Meter große Gitarre. Auch eine Fotobox, hat ihren Platz im Herzschlag gefunden.
Die Idee dahinter: Es soll immer etwas zu entdecken geben. Ein Konzertplakat, das Erinnerungen an einen vergangenen Besuch weckt, eine Gitarre oder ein Möbelstück mit Geschichte. Die Betreiber möchten bewusst eine Atmosphäre schaffen, die Gespräche anregt und nicht nach wenigen Monaten wieder wie ein kurzlebiger Einrichtungstrend wirkt.
Musik als Mittelpunkt des Konzepts
Musik soll im Herzschlag mehr sein als reine Hintergrundbeschallung. Sie soll Menschen miteinander verbinden und für Gesprächsstoff sorgen. Genau deshalb finden sich im gesamten Herzschlag zahlreiche musikalische Elemente.
Die Betreiber beobachten dabei, dass sich das Ausgehverhalten verändert. Statt eines klassischen Clubabends suchen viele Menschen nach Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu essen, etwas zu trinken und dabei trotzdem unterhalten zu werden. Genau diese Verbindung möchte das Herzschlag schaffen.
Dabei geht es nicht ausschließlich um Live-Musik. Auch Sportübertragungen gehören inzwischen zum Angebot. Bundesliga, Champions League oder Eishockey können im Herzschlag verfolgt werden. So entsteht eine Mischung aus Restaurant, Bar und Treffpunkt, bei der sich unterschiedliche Interessen miteinander verbinden lassen.
Von Karaoke bis Western-Coverband
Wie gut das Konzept funktionieren kann, zeigte sich für die Betreiber bereits bei verschiedenen Veranstaltungen. Ein besonderer Moment war zuletzt ein Abend mit einer Western-Coverband. Die Fläche war voll, die Gäste tanzten und sangen mit, für das Team ein Abend, an dem sich die ursprüngliche Idee des Herzschlag besonders deutlich zeigte.
Auch Karaoke gehört regelmäßig zum Programm und zieht dabei unterschiedliche Altersgruppen an. Genau diese Mischung ist gewollt: Das Herzschlag soll kein klassischer Club sein, sondern ein Ort, an dem man gemeinsam einen Abend verbringt, ohne dass dieser zwangsläufig bis in die frühen Morgenstunden gehen muss.
Ein Start mit viel Rückenwind
Die Betreiber blicken zufrieden auf die ersten Monate zurück. Schon während der Umbauphase wurde deutlich, dass das neue Konzept in der Stadt auf Interesse stößt. Bei Veranstaltungen füllte sich die Fläche vor dem Herzschlag, und auch die ersten Abende mit Live-Musik und Karaoke sorgten für gut besuchte Räume.
Besonders wichtig ist den Betreibern dabei nicht nur, dass Gäste gut essen und trinken, sondern dass sie sich willkommen fühlen und am Ende des Abends etwas mitnehmen.
Vielleicht ist es genau deshalb die schönste Rückmeldung, wenn Gäste sagen: „Das hat Braunschweig gebraucht.“ Denn genau darum geht es beim Herzschlag: nicht einfach ein weiterer Ort zum Essen oder Trinken zu sein, sondern ein Platz, an dem ein Abend entstehen kann, von dem man auch später noch erzählt.
Ein Beitrag von Medea Sonnemann
