Über 2.300 Freiwillige beim Stadtputztag in Wolfenbüttel
Gemeinsam anpacken statt nur meckern
Gemeinsam anpacken statt nur meckern: Unter diesem Motto stand der diesjährige Stadtputztag am 13. und 14. März 2026. Die Bilanz der Aktion „Sauberes Wolfenbüttel“ ist beeindruckend, lässt aber gleichzeitig tief in die Problematik der illegalen Müllentsorgung blicken.
Insgesamt 2.316 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der großangelegten Reinigungsaktion. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der jüngsten Generation: Mit 1.719 Teilnehmenden stellten Schulen und Kindertagesstätten das größte Kontingent. Weitere 607 Freiwillige aus Vereinen, Siedlergemeinschaften und Ortsräten unterstützten die Aktion tatkräftig.
Alle Helferinnen und Helfer wurden vorab mit Handschuhen und Müllsäcken ausgestattet. Für den reibungslosen Abtransport des gesammelten Unrats sorgten die Teams des Servicebetriebs der Stadt (SBW), des Abfallwirtschaftsbetriebs Landkreis Wolfenbüttel (ALW) sowie des Abwasserbeseitigungsbetriebs (ABW).
Trotz der positiven Energie der Aktion gab es einen Wermutstropfen: Die Organisatoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Stadtputztag keine kostenlose Sperrmüllentsorgung ist. Neben dem üblichen Kleinteil-Müll mussten die Teams in diesem Jahr unter anderem folgende Fundstücke abtransportieren:
• zwei große Sperrmüllhaufen
• 10 Kanister Altöl
• 5 alte Rasenmäher
• 4 ausgediente Fahrräder
• viele Glasflaschen
„Durch ihre Teilnahme leisten die vielen Freiwilligen einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz und für ein sauberes Stadtbild. Dafür vielen Dank“, betont Organisatorin Martina Münstermann-Kreifels. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack: Den Freiwilligen sei durchaus bewusst, dass sie hier den Müll anderer beseitigen. Daher ergeht ein Appell an die Verursacher: die Aktion soll vor allem ein Zeichen setzen. Das Ziel ist ein Umdenken in den Köpfen derer, die ihren Unrat achtlos in der Natur oder im Stadtgebiet hinterlassen. Die Stadt und die engagierten Helfer hoffen, dass Verursacher künftig die regulären und ordnungsgemäßen Entsorgungswege nutzen, statt die Gemeinschaft und die Umwelt zu belasten.
Quelle: PM 16.03.2026
