Mehr Inklusion bei Veranstaltungen durch „Stille Stunde“
Stadtmarketing führt „Stille Stunde“ ein
Künftig fährt die Braunschweig Stadtmarketing GmbH den Geräuschpegel und das Lichtspektakel bei ihren Veranstaltungen herunter – zumindest für eine gewisse Zeit. Mit der Einführung der sogenannten „Stillen Stunde“ leistet das Stadtmarketing einen wichtigen Beitrag zur Inklusion, unter anderem für neurodivergente Menschen.
Besucherinnen und Besucher probieren sich am Essensstand durch Mumme-Leckereien, tanzen vor Bühnen zu Live-Musik oder schlendern durch das rege Treiben. Die Veranstaltungen der Braunschweig Stadtmarketing GmbH ziehen jährlich tausende Menschen in die Innenstadt. Dabei können das Musikprogramm und die bunten Lichter nicht nur Spaß, sondern auch Stress bedeuten. Daher führt das Stadtmarketing für viele seiner Veranstaltungen eine „Stille Stunde“ ein. Das bedeutet, das Unternehmen fährt den Geräuschpegel herunter und reduziert visuelle Reize wie Lichter für eine festgelegte Zeit.
„Mit der Stillen Stunde werden unsere Veranstaltungen wieder ein Stück inklusiver. Wir ermöglichen damit noch mehr Menschen, an Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt teilzunehmen“, sagt Nina Fritzler, Geschäftsführerin vom Stadtmarketing. „Das ist ein wichtiges Zeichen für die Vielfalt in der City of Lions: ein Braunschweig für alle. Das soll auch für unsere Veranstaltungen gelten und wir werden es überall dort umsetzen, wo es möglich ist. Mit der Stillen Stunde schaffen wir ein Angebot für neurodivergente Menschen, ältere Menschen, kleine Kinder und alle Menschen, die es reizärmer mögen.“
Ob Weihnachtsmarkt, Stadtfrühling, trendsporterlebnis, Abendmarkt oder mummegenussmeile: In diesem Jahr stehen einige Highlights an. Eine Stille Stunde soll es bei all diesen Veranstaltungen geben. Das Zeitfenster dafür gibt das Stadtmarketing rechtzeitig vor der jeweiligen Veranstaltung bekannt.
Damit setzt das Stadtmarketing eine Idee von Bürgerinnen und Bürgern um, die bei der Ideenplattform „Mitreden“ der Stadt Braunschweig eingereicht wurde und über die Inklusionsbeauftragte der Stadtverwaltung beim Stadtmarketing gelandet ist. „Wir hoffen, dass sich weitere Veranstalterinnen und Veranstalter darüber Gedanken machen und werden es in den Gesprächen anregen, um einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Veranstaltungsszene in der City of Lions noch inklusiver und vielfältiger wird“, so Fritzler.
Quelle: PM 08.04.2026
