Ab ins Museum Wolfenbüttel
Neue Angebote für Alt und Jung
Das Museum Wolfenbüttel hat sein museumspädagogisches Programm noch einmal erweitert. Unter dem Titel „Die Villa Seeliger und das 19. Jahrhundert“ ruft das Wolfenbütteler Museum zum ersten Mal eine Projektgruppe für Architektur-, Kultur- und Geschichtsinteressierte ins Leben. Jeder Interessierte, der bei der Erforschung der Geschichte der eindrucksvollen Villa Seeliger mitmachen will, kann sich für die Arbeitsgruppe anmelden. Und durch das neue Angebot „‚Spotlight auf zwei Museen‘: eine Entdeckungsreise im Dunkeln“ hat jedes Wolfenbütteler Grundschulkind die Möglichkeit, die beiden Häuser des Museums kennenzulernen.
„Als partizipatives Museum zur Stadtgeschichte freuen wir uns, dass wir in Kürze auch eine Projektgruppe für Erwachsene, die sich intensiv mit der geschichtsträchtigen Villa und der bürgerlichen Zeit des 19. Jahrhunderts beschäftigt, anbieten können. Die Idee zu einer einmal im Monat zusammenkommenden Arbeitsgruppe hatten wir bereits seit Längerem in der Schublade“, sagte Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel. „Mit der Taschenlampe losgehen und dabei spannende Abenteuer erleben, dies können zukünftig auch die Wolfenbütteler Grundschulen in unseren Museen. Erklärtes Ziel ist es, dass jede Wolfenbütteler Grundschülerin und jeder hiesige Grundschüler während seiner Schulzeit mindestens einmal unsere Museen besucht hat. Beide genannten Projekte sind nur durch die Unterstützung unseres Fördervereins möglich geworden, hierfür bedanken wir uns herzlich.“
Das Museum Wolfenbüttel und der Förderverein Museum Wolfenbüttel e.V. präsentierten die neuen museumspädagogischen Angebote: (v.l.n.r.) Dr. Alfred Henning, Heide Luckert, Markus Gröchtemeier, Dr. Sandra Donner, Michelle Grimke, Stella Gilfert, Irmela Beißner und Andreas Meißler. (Foto: Museum Wolfenbüttel)
„Der Förderverein Museum Wolfenbüttel gibt dem Museum Wolfenbüttel eine grundsätzliche Zusage zur Förderung der Projekte im Bereich Bildung und Vermittlung, da er alle Initiativen zur Förderung des Museumsbesuches sehr begrüßt. Der Förderverein ist dazu bereit, die entstehenden Finanzierungslücken zu schließen. Dies gilt zunächst für die beiden jetzt vorgestellten Projekte für Schulkinder, Spotlight, und für Erwachsene, Seeliger Villa. Diese Zusage soll aber prinzipiell auch für weitere ähnliche Projekte im Bereich Bildung und Vermittlung gelten“, erklärte Irmela Beißner, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Museum Wolfenbüttel e.V.
„Die Villa Seeliger steht exemplarisch für das bürgerliche Leben des 19. Jahrhunderts und bietet viele Anknüpfungspunkte, um Architektur, Gesellschaft und persönliche Biografien miteinander zu verbinden. Mit der Projektgruppe möchten wir einen Raum schaffen, in dem Geschichte gemeinsam entdeckt, erforscht und diskutiert wird. Ein besonderer Anreiz ist die eigene Schwerpunktsetzung der Teilnehmenden und die Präsentation der Ergebnisse in unserem Bürger Archiv. So haben Bürgerinnen und Bürger Wolfenbüttels die Chance, ihr Museum aktiv mitzugestalten“, sagte Stella Gilfert, Museumspädagogin des Museums Wolfenbüttel.
„Mit dem Angebot Spotlight möchten wir am liebsten alle Grundschulkinder aus der Region erreichen. Indem die jungen Wolfenbüttlerinnen und Wolfenbütteler beide Häuser des Museums Wolfenbüttel spielerisch erkunden, lernen sie ihre Stadt aus einer neuen Perspektive kennen. Für manche Kinder ist das vielleicht der erste Museumsbesuch überhaupt und hoffentlich nicht der letzte“, so Michelle Grimke, Museumspädagogin der beiden Häuser.
Der Förderverein Wolfenbüttel e.V. und Museumspädagogin Michelle Grimke demostrieren das Projekt Spotlight auf zwei Museen.
(Foto: Museum Wolfenbüttel)
Angebot 1
„Die Villa Seeliger und das 19. Jahrhundert“ – Projektgruppe für Architektur-, Kultur- und Geschichtsinteressierte
Neu im Bürger Museum: Neben zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche bietet das Bürger Museum nun auch eine Projektgruppe für Erwachsene an. Bei dem neuen Format dreht sich alles um die stadtbekannte Villa Seeliger, ihre ehemaligen Bewohner und das Leben im langen 19. Jahrhundert.
Im Jahr 1899 wurde die Villa Seeliger auf dem heutigen Schulwall nach Plänen des Braunschweiger Architekten Constantin Uhde erbaut und im Jahr 1900 durch die Familie Seeliger bezogen. Bauherr war der Bankier Carl Ludwig Seeliger, der seinerzeit zu den wohlhabendsten Bürgern Wolfenbüttels zählte. Der prächtige Bau repräsentiert beispielhaft das Leben des aufstrebenden Bürgertums im 19. Jahrhundert.
Die Projektgruppe im Bürger Museum wird sich intensiv mit der Villa Seeliger, ihren Bewohnern und ihrer Entstehungszeit befassen. Als Grundlage dient zunächst die Sammlung des Museums sowie Bestände des Niedersächsischen Landesarchivs, Abteilung Wolfenbüttel. Auch eine Begehung der Villa ist an einem weiteren Termin vorgesehen. Nach diesem gemeinsamen inhaltlichen Einstieg werden Arbeitsschwerpunkte für die Weiterarbeit gesetzt wie zum Beispiel die Architektur, die Familiengeschichte der Seeligers, Frauen im 19. Jahrhundert oder Bürgerliches Leben. In monatlichen Treffen werden Fragen besprochen und Zwischenstände vorgestellt. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden am Jahresende in einer abschließenden Ausstellung im Bürger Archiv des Bürger Museums präsentiert.
Die Projektgruppe trifft sich an jedem zweiten Freitag im Monat von 16 bis 17:30 Uhr.
Erster Termin: Freitag, 13. März, 2026
Anmeldung und Informationen unter stella.gilfert@wolfenbuettel.de
Stella Gilfert (2. v. r.) zusammen mit Mitgliedern des Vorstandes des Fördervereins Wolfenbüttel e.V. vor den Gemälden des Ehepaars Seeliger. (Foto Museum Wolfenbüttel)
Angebot 2
„Spotlight auf zwei Museen“: eine Entdeckungsreise im Dunkeln
Licht aus, Spot an: Grundschulkinder gehen im Dunkeln auf Entdeckungsreise und lernen das Museum Wolfenbüttel im Kegel der Taschenlampen kennen. Wie im Film „Nachts im Museum“ entdecken die Lerngruppen der Klassenstufen eins bis sechs bei der 45-minütigen Tour zunächst das Schloss Museum und anschließend das Bürger Museum – so erscheinen die Museen in einem besonderen Licht.
Schloss Museum: Für circa 20 Minuten geht es in die herzoglichen Prunkgemächer des Herzogs Anton Ulrich. Was ist zu erkennen, wenn die Kerzen im Venussaal erloschen sind? Bei der Entdeckungsreise stoßen sie auf besondere Objekte, unter anderem auf die goldene Uhr des Herzogs.
Bürger Museum: Dort wird mit einer Taschenlampe das Stadtmodell von 1747 erforscht. Danach darf auf eigene Faust erkundet werden, welche Geschichten die Ausstellungsstücke im Dunkeln erzählen.
Ein spannendes Angebot für Grundschulklassen, das Wahrnehmung, Neugier und Entdeckerfreude fördert – und dabei zwei Museen in kürzester Zeit auf ganz neue Weise erlebbar macht.
Das Schulprojekt ist für die Klassenstufen eins bis vier.
Preis: Jedes Kind zahlt nur 1 Euro
Dauer: 45 Minuten
Anmeldung und Informationen unter michelle.grimke@wolfenbuettel.de
Quelle: PM 02.02.2026
