Zusammenarbeit mit regionalen Forschungspartnern
Allianz für die Region setzt Zusammenarbeit mit regionalen Forschungspartnern fort und stärkt Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort 2026
Allianz für die Region, TU Braunschweig (NFF), Ostfalia Hochschule und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt treiben Umsetzung der Transformationsstrategie gemeinsam voran
Mit dem Start der Umsetzungsphase setzt das Regionale Transformationsnetzwerk (ReTraSON) für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie der Region Braunschweig-Wolfsburg die enge Zusammenarbeit mit seinen wissenschaftlichen Partnern konsequent fort. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) der Technischen Universität Braunschweig, der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden die Ergebnisse der Transformationsstrategie weiterentwickelt. Damit positioniert sich ReTraSON weiterhin als zentrale Plattform zwischen Wissenschaft, Forschung und wirtschaftlicher Anwendung. Im Fokus stehen neue Module, Instrumente und Verbundprojekte, die Unternehmen und Institutionen in der Region dabei unterstützen, den Wandel aktiv zu gestalten. ReTraSON wird im Rahmen des Förderprogramms „Transformationsstrategien für Regionen der Fahrzeug- und Zuliefererindustrie“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. 1,5 Millionen Euro fließen 2026 direkt in Projekte der regionalen Wissenschafts- und Forschungslandschaft.
Die Grundlage für die Umsetzungsphase bildet die Transformationsstrategie, die im Juni 2025 veröffentlicht wurde. Die Strategie zeigt deutlich: Erfolgreiche Transformation erfordert einerseits eine fundierte wissenschaftliche Basis und andererseits frühes Handeln mit verlässlichen Kooperationen. „Transformation gelingt nicht im Alleingang. Die Region Braunschweig-Wolfsburg verfügt über eine außergewöhnlich leistungsfähige Wissenschafts- und Forschungslandschaft. ReTraSON verbindet Kompetenzen, schafft Vertrauen und beschleunigt Kooperationen, damit aus Wissen schneller Innovation und aus Innovation schneller regionale Wertschöpfung wird“, sagt Thomas Ahlswede-Brech, Geschäftsführer der Allianz für die Region GmbH.
Die Vorbereitungen hierfür haben bereits im zweiten Halbjahr 2025 begonnen. Das Jahr 2026 markiert die zentrale Schnittstelle zwischen den einzelnen Phasen: Jetzt werden praxisorientierte Module und Instrumente für Unternehmen der Region Braunschweig-Wolfsburg entwickelt und die ersten Projekte in die Umsetzung gebracht. Begleitend dazu sind vielfältige Veranstaltungsformate für Unternehmen und weitere Akteure geplant, darunter Workshops, Fachtagungen und Großveranstaltungen. Zudem wird eine weitere enge Kooperation mit anderen Transformationsnetzwerken erfolgen. Ziel ist es, regionale Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen, wissenschaftliche Erkenntnisse in die betriebliche Praxis zu übertragen und daraus konkrete Verbundprojekte zu initiieren. Auf diese Weise soll insbesondere die Automobil- und Zuliefererindustrie in der aktuellen Krisenzeit nachhaltig gestärkt und zukunftsfähig aufgestellt werden.
Die Forschungspartner*innen setzen die Zusammenarbeit im Transformationsnetzwerk ReTraSON fort (v.l.n.r.): Prof. Dr. David M. Woisetschläger, NFF/TU Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Roman Henze, NFF/TU Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann, Ostfalia, Prof. Dr. Ina Schiering, Ostfalia, Prof. Dr. Simone Kauffeld, NFF/TU Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor, NFF/TU Braunschweig, Hinrich Weis, Thomas Ahlswede-Brech, Simone Lange (alle drei Allianz für die Region - ReTraSON), Dr.-Ing. Henning Mosebach, DLR, Prof. Dr.-Ing. Peter Hecker, TU Braunschweig
(Foto: Allianz für die Region GmbH)
Über ReTraSON
ReTraSON wurde Anfang 2022 auf Initiative der IG Metall Südostniedersachsen gestartet, um eine regionale Transformationsstrategie für die Fahrzeug- und Zuliefererindustrie in der Region Braunschweig-Wolfsburg zu entwickeln. Die Allianz für die Region GmbH ist Projektträgerin. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Förderprogramm „Transformationsstrategien für Regionen der Fahrzeug- und Zuliefererindustrie“ unterstützt. Mit rund 3.500 Beteiligten zählt ReTraSON zu den größten Beteiligungsprozessen der regionalen Mobilitätswirtschaft und wurde 2023 als „Ausgezeichnete regionale Industrieinitiative“ des Bundes geehrt. Die vollständige Transformationsstrategie, die im Sommer 2025 vorgestellt wurde, steht unter https://retrason.de/strategien-und-analysen/ zum Download bereit.
Statements der Forschungspartner
Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor, Vorstandssprecher Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (TU Braunschweig): „Transformation gelingt nur, wenn neue Technologien und neue Formen der Arbeit gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Dafür braucht es einen Ort, an dem die unterschiedlichen Perspektiven zusammenkommen. Das ist die Rolle, die das Niedersächsische Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik einnimmt: interdisziplinär, praxisnah und mit dem Blick auf das Gesamtsystem Mobilität. Unser Anspruch im Rahmen von ReTraSON: Innovation hier entwickeln, hier zur Anwendung bringen und damit gute Arbeit und wirtschaftliche Stärke in der Region sichern.“
Dr. Tobias Hesse, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.: „Für uns ist ReTraSON ein ganz wichtiges Instrument, um im Verbund mit Industrie, Startups und kommunalen Akteuren unsere Mission des digitalen und innovativen Verkehrssystems in die Anwendung zu bringen.“
Prof. Dr. Ina Schiering, Vizepräsidentin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer an der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften: "Das Netzwerk ReTraSON bietet aus Sicht der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften wichtige Impulse für die Transformation der regionalen Wirtschaft. Im Netzwerk möchten wir gemeinsam mit Unternehmen diesen Wandel gestalten und bringen uns dabei mit unseren Schwerpunkten in angewandter Forschung und Transfer ein."
Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann, Institutsleiter des Instituts für Produktionstechnik der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften: „Die Verlängerung von ReTraSON ermöglicht es uns, zentrale Zukunftstechnologien weiter konsequent in die regionale Transformation einzubringen. Im Rahmen der ersten Projektlaufzeit ist mit RoboSON ein praxisnahes Robotiknetzwerk entstanden, dessen erfolgreiche Arbeit nun fortgesetzt und vertieft werden kann. Roboter verbreiten sich zunehmend in allen Lebensbereichen. Mit dem Netzwerk RoboSON unterstützen wir insbesondere KMU bei der Einführung und Anwendung von Robotern.“
Quelle: PM 06.02.2026
