Jugend forscht und Jugend forscht junior
Zwischen Algen und Chatbots
Jugend forscht und Jugend forscht junior: Das sind die Gewinner:innen des 38. Regionalwettbewerbs in Braunschweig
Beim 38. Regionalwettbewerb Jugend forscht in Braunschweig präsentierten Jungforscher:innen aus der Region ihre innovativen Projekte. Ingesamt 19 Teilnehmer:innen qualifizierten sich für den Landeswettbewerb Niedersachsen.
Der Regionalwettbewerb Jugend forscht und Jugend forscht junior fand heute zum 38. Mal in Braunschweig statt. Über 90 Nachwuchswissenschaftler:innen aus der Region stellten ihre Projekte in den Räumen der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) vor und machten dem diesjährigen Motto „Maximale Perspektive“ alle Ehre. In der Wettbewerbssparte „Jugend forscht“ wurden 25 Projekte präsentiert, im Bereich „Jugend forscht junior“ gingen 36 Arbeiten ins Rennen. Eine Jury aus über 40 Fachleuten sichtete, prüfte und bewertete die Forschungsprojekte und zeichnete die herausragendsten von ihnen aus.
Innovative Ideen begeistern das Publikum
Die Teilnehmer:innen beim Regionalwettbewerb in Braunschweig brachten auch dieses Jahr wieder die Besucher:innen zum Staunen und erzeugten mit ihren vielseitigen Projekten. „Ich freue mich sehr, dass das diesjährige Motto ‚Maximale Perspektive‘ so beeindruckend umgesetzt wurde. Die Jungforscherinnen und Jungforscher zeigten durch ihre praxisnahen Fragestellungen sowie ihre innovativen Herangehensweisen eine enorme Bandbreite an zukunftsweisenden Ideen auf“, so Wettbewerbsleiterin Petra Aust.
In der Sparte „Jugend forscht junior“ überzeugt etwa die 14-jährige Hannah Grünig aus Wolfsburg vom Gymnasium Fallersleben mit ihrem Forschungsprojekt: „Der smarte Schulranzen“. Das Projekt aus dem Fachgebiet Arbeitswelten beschäftigt sich mit der Frage, wie verhindert werden kann, dass wichtige Schulmaterialien vergessen werden. Hierzu entwickelte Grünig einen smarten Schulranzen, der mithilfe von RFID-Technik erkennt, ob alle Gegenstände eingepackt worden sind. Über eine Website zeigt das System schließlich an, ob etwas im Ranzen fehlt.
Der 16-jährige Dominik Kultys und die 19-jährige Oleksandra Kompanets von der Hoffmann-von-Fallersleben Schule Braunschweig staubten in der Sparte „Jugend forscht“ im Fachgebiet Physik ab. Mit ihrem Projekt „3G-Magnetix“ haben sie ein günstiges und genaues geologisches Magnetometer entwickelt. Aus Wegwerfmaterialien haben sie sogenannte Flux-Gate-Sensoren gebaut, die empfindlich auf das Erdmagnetfeld reagieren. Mithilfe von selbstgeschriebenen Programmen und einer selbstgebauten elektronischen Schaltung haben die beiden ein Magnetometer erbaut, von dem sie sich eine Messgenauigkeit von bis zu 1 nT erhoffen.
Insgesamt schafften es 19 Teilnehmer:innen mit 12 Projekten in die nächste Wettbewerbsrunde auf Landesebene und erhalten die Chance, sich für das Bundesfinale in Herzogenaurach zu qualifizieren.
Nachwuchsförderung als Investition in die Zukunft
Seit über einem Jahrzehnt veranstaltet die Braunschweigische Stiftung in Zusammenarbeit mit der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) den Wettbewerb „Jugend forscht“. Beide Institutionen setzen sich leidenschaftlich für die Förderung junger Talente ein. Dr. Ingo Lippmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse, betont die Bedeutung des Wettbewerbs: „Jugend forscht in Braunschweig zeigt eindrucksvoll, mit wie viel Neugier, Kreativität und Ernsthaftigkeit sich junge Menschen den zentralen Herausforderungen unserer Zeit widmen – das wurde heute einmal mehr deutlich. Die Braunschweigische Stiftung ist stolz, diesen Wettbewerb nun schon über zehn Jahre als Pateninstitution gemeinsam mit der Braunschweigischen Landessparkasse ausrichten zu können. Diese langjährige Partnerschaft spiegelt unsere Überzeugung wider, dass Wissenschaft und Bildung die tragenden Säulen für die Entwicklung unserer Region und unserer Gesellschaft sind.“
Der Regionalwettbewerb in Braunschweig ist jedes Jahr dankbar für die unterschiedlichen Unterstützer aus der Region. In diesem Jahr ist erstmalig die Stiftung Großes Waisenhaus BMV als Unterstützer aktiv und freut sich, den Wettbewerb zu fördern. „Die Stiftung Großes Waisenhaus BMV führt ihren jahrhundertealten Auftrag fort, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen“, skizziert Claudia Sturmat, Direktorin der Stiftung Großes Waisenhaus BMV.
Regionale Unterstützung für Nachwuchsforscher:innen
„Mit ihrer Unterstützung von Jugend forscht, bringt die Stiftung diesen historischen Anspruch in die Gegenwart. Der Wettbewerb eröffnet jungen Menschen Raum, ihre Neugier auszuleben, eigene Ideen zu entwickeln und Antworten auf ihre Fragen zu finden. Unsere Gesellschaft braucht junge Menschen, die neu, frei und ohne Grenzen denken. Jugend forscht schafft hierfür ideale Bedingungen – und die Stiftung Großes Waisenhaus BMV trägt gern dazu bei, dieses Potenzial zu stärken“, so Sturmat.
Auch in diesem Jahr freut sich der Regionalwettbewerb Jugend forscht über die erneute Unterstützung von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. „Die Öffentliche fördert seit vielen Jahren den Regionalwettbewerb Jugend forscht, weil wir fest an die Forschenden von morgen glauben. Sie prägen unsere Zukunft – vielleicht sogar weit über unsere Region hinaus. Von ihrem Mut, ihrer Neugier und ihrem Gestaltungswillen können wir alle lernen“, beschreibt Prof. Dr. Tourneau, Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.
„Genau das bedeutet für uns: ‚maximale Perspektive wagen‘. Mit unserem Engagement möchten wir junge Talente stärken, Innovation fördern und Verantwortung für die Zukunft unserer Region übernehmen“, schildert Tourneau.
Der Weg zum Bundeswettbewerb 2026
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Regionalwettbewerbs stehen die nächsten Runden bevor:
Landeswettbewerb Jugend forscht: 16.–18. März 2026 in Clausthal-Zellerfeld
Landeswettbewerb Jugend forscht junior: 09.–11. April 2026 in Einbeck
Bundeswettbewerb Jugend forscht: 28.–31. Mai 2026 in Herzogenaurach
Jungforschende haben dort die Chance, sich mit den vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler:innen Deutschlands zu messen und ihre bahnbrechenden Forschungsideen einem breiteren Publikum vorzustellen.
Die vollständigen Siegerlisten und weiter Informationen zum Wettbewerb finden sind auf der Website der Braunschweigischen Stiftung unter www.die-braunschweigische.de zu finden. Einzelheiten zur Jury, den Preisen und allen Projekten können außerdem in der Wettbewerbsbroschüre nachgeschlagen werden.
Weitere Informationen unter:
Quelle: PM 27.02.2026
