Konjunkturell längste anhaltende Schwächephase
IHK-Vollversammlung
IHK-Präsident Tobias Hoffmann wurde in der ersten Sitzung des Jahres deutlich. Die regionale Wirtschaft steht weiterhin unter einem erheblichen Druck und befindet sich aktuell in der bisher längsten anhaltenden Schwächephase.
„Viele der genannten Problemlagen sind hinlänglich bekannt. Die zarten bestehenden Hoffnungen aus der letzten Konjunkturumfrage haben sich durch den Irankrieg in Luft aufgelöst. Somit zählen zu den größten Herausforderungen die rasant gestiegenen Energiepreise und gestörte Transportwege, aber auch hohe Arbeitskosten und der Dauerbrenner bürokratische Lasten.“
Umso erfreulicher ist es, dass die niedersächsische Landesregierung am gestrigen Tag einen Kabinettsbeschluss zum Bürokratieabbau auf den Weg gebracht hat. „Wichtig ist, dass das Dokumentationsmoratorium jetzt auch konsequent von allen Ministerien mitgetragen und umgesetzt wird, damit bis zum Jahresende alle Dokumentations-, Nachweis-, Berichts- und Evaluationspflichten entfallen“, so Hoffmann.
Nach dem Bericht des Präsidenten wurden drei neue Vollversammlungsmitglieder verpflichtet. Marcus Knieza, Geschäftsführer der Löwen Härterei Salzgitter, Frithjof von Kessel, Geschäftsführer der Kroschke sign-international GmbH Braunschweig, und Martin Raschke, Bevollmächtigter der StrandBerg GmbH aus Braunlage, wurden als Nachfolger für drei ausgeschiedene Mitglieder in den Kreis aufgenommen.
Auch die Vollversammlungsmitglieder waren gefragt und erweiterten mit zahlreichen Beschlüssen die strategische Ausrichtung der IHK. Darunter auch die Beschlussfassung der kommunalpolitischen Positionen – einem Positionspapier, das die wirtschaftspolitischen Themen für die kommende Wahlperiode bündelt.
Birgit Dietze, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der Salzgitter AG, rundete mit ihrem Gastvortrag über die Herausforderungen für die Stahlindustrie die Sitzung der Vollversammlung ab.
Quelle: PM 28.04.2026
