Bilanz der Öffentlichen Versicherung Braunschweig 2025
Ein solides Ergebnis in einem anspruchsvollen Umfeld
Zur Bilanz der Öffentlichen Versicherung Braunschweig im Geschäftsjahr 2025
• Die Öffentliche Versicherung Braunschweig hat das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 6 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen
• Mit 378,7 Millionen Euro an gezahlten Leistungen für die Kundinnen und Kunden lag das vergangene Jahr knapp unter dem Geschäftsjahr 2024 (384,4 Millionen Euro)
• Die Anzahl an regulierten Großschäden über 100.000 Euro ist von 54 auf 66 gestiegen
• Die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig hat erstmals seit 2021 wieder steigende Beiträge verzeichnen können
• Das Unternehmen hat erneut seine Substanz stärken und die Eigenmittel erhöhen können
Zum Geschäftsjahr 2025 der Gruppe Öffentliche Versicherung Braunschweig
Die Öffentliche Versicherung Braunschweig hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Das Unternehmen betreute 1.357.583 Verträge von 345.801 Kundinnen und Kunden. Die Beitragseinnahmen aus der Sach- und der Lebensversicherung betrugen insgesamt 477,6 Millionen Euro und lagen damit 6,1 Prozent über dem Vorjahr (450 Millionen Euro).
Zwar blieben die Kundinnen und Kunden der Öffentlichen im Jahresverlauf von Naturereignissen verschont, doch eine steigende Zahl an Großschäden und inflationsbedingt deutlich höhere Kosten für Materialien, Reparaturen und Handwerksleistungen schufen weiterhin ein anspruchsvolles Umfeld. So lagen die gezahlten Leistungen für Versicherungsfälle mit 378,7 Millionen Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert von 384,4 Millionen Euro.
Als öffentlich-rechtliches regionales Unternehmen in Trägerschaft verwendet die Öffentliche ihr Ergebnis zum größten Teil für Rückstellungen für ihre Kundinnen und Kunden. Im Jahr 2025 waren dies 22,6 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss nach dieser Rückstellung und nach Steuern betrug 6 Millionen Euro. Davon schüttet die Öffentliche einen Teil an ihre Träger aus (die NORD/LB, das Land Niedersachsen, den Niedersächsischen Sparkassenverband und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) und stärkt ihre Sicherheitsrücklage.
Zum Geschäftsgebiet des regionalen Unternehmens gehören Teile von Wolfsburg im Norden genauso wie Helmstedt und Königslutter im Osten, Teile des Harzes und des Weserberglandes beziehungsweise Holzminden im Süden sowie Salzgitter, Wolfenbüttel und natürlich Braunschweig sowie die zugehörigen Landkreise. Mit 121 Geschäftsstellen überall in diesem Gebiet verfügt die Öffentliche Versicherung Braunschweig über ein weiterhin unverändert dichtes regionales Versorgungsnetz. 2025 waren insgesamt 1.227 Personen für die Öffentliche tätig, davon 469 in den Geschäftsstellen vor Ort und 66 Auszubildende. Damit konnte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr 20 Mitarbeitende hinzugewinnen, neben IT-Experten insbesondere in kundennahen Bereichen wie dem Vertrieb, im Service und in der Schadenregulierung. Auch die Anzahl an Auszubildenden ist deutlich gestiegen (2024: 52 Auszubildende).
Das solide Ergebnis mit einem Jahresüberschuss von 6 Millionen Euro ist unter anderem auf ein starkes Vertriebsjahr sowie ein erfolgreiches Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung zurückzuführen. Die erfolgreiche Kooperation mit der Braunschweigischen Landessparkasse hat zu diesem Anstieg im Bereich der Lebensversicherung beigetragen.
Marc Knackstedt, Vorsitzender des Vorstandes der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, zeigt sich mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden: „Unser Vertrieb hat einen super Job in der Beratung und Versorgung unserer Kundinnen und Kunden gemacht. Dank diesem Einsatz und unserer persönlichen Nähe konnten wir auch in einem schwierigen Marktumfeld unsere Substanz stärken – und damit weiter in die Sicherheit der Menschen investieren, die uns ihre Absicherung anvertrauen.“
Zum Geschäftsergebnis der Öffentlichen Sachversicherung Braunschweig
Während die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen um 23,8 Millionen auf 357,2 Millionen Euro gestiegen sind, hat sich die Brutto-Schadenquote von 68,1 Prozent auf 68,6 Prozent leicht erhöht. Die Schaden-Kosten-Quote (brutto) ist insgesamt im Vergleich zum Vorjahr von 97,1 Prozent auf 98,4 Prozent gestiegen. Ursächlich dafür sind unter anderem durch Investitionen gestiegene Betriebskosten, der inflationsbedingt deutlich erhöhte Schadenaufwand im Vergleich zum Vorjahr (plus 18,2 Millionen Euro) sowie mehr Großschäden: Die Anzahl an Schäden mit einem Schadenvolumen von mehr als 100.000 Euro ist von 54 auf 66 deutlich gestiegen. Auch der Schadenaufwand für diese Großschäden hat sich um rund 2 Millionen auf 22,9 Millionen Euro erhöht, was einer Erhöhung von 9,6 Prozent entspricht.
Der gesamte Schadenaufwand der Sachversicherung 2025 von 243,7 Millionen Euro (Vorjahr: 225,4 Millionen Euro) teilt sich wie folgt zwischen der Kraftfahrtversicherung und den anderen Sparten der Sachversicherung auf: Für die Kraftfahrtversicherung hat die Öffentliche einen Betrag von 133,3 Millionen Euro für ihre Kundinnen und Kunden bereitgestellt. In den anderen Sparten (Haftpflicht, Unfall, sonstige Sachversicherungen) sind die Leistungen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 19,1 Millionen Euro auf 110,4 Millionen Euro gestiegen. Grund für diese Veränderung sind neben diversen Feuer-Großschäden unter anderem Haftpflicht-Großschäden aus den Vorjahren.
Im Jahr 2025 sind bei den Kundinnen und Kunden der Öffentlichen in der Kraftfahrtversicherung insgesamt 37.744 Schäden eingetreten (Vorjahr: 40.908 Schäden), davon 11.712 Kraftfahrt-Haftpflichtschäden mit einem Aufwand von 76,2 Millionen Euro (Vorjahr: 12.770 Schäden mit 74,7 Millionen Euro). Der gesamte Bruttoschadenaufwand hat sich im Kraftfahrtbereich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Millionen Euro beziehungsweise 0,6 Prozent auf 133,3 Millionen Euro leicht reduziert.
In den anderen Sparten der Sachversicherung hat sich die Anzahl der Feuerschäden um 96 Schäden auf 1.436 Schäden verringert, jedoch erhöhte sich der Schadenaufwand auf 22,8 Millionen Euro (eine Steigerung von 37,5 Prozent) deutlich. Ähnlich verhält es sich bei den Einbruchdiebstählen. Diese verringerten sich zwar auf 789 Schäden, der Schadenaufwand erhöhte sich jedoch auf 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: 825 Schäden mit 2,2 Millionen Euro Schadensumme). Zudem kam es zu einem Rückgang der Leitungswasserschäden auf 7.901 Fälle, allerdings bei gleichzeitig gestiegenem Schadenaufwand auf 44,0 Millionen Euro (Vorjahr: 8.033 Schäden mit 41,2 Millionen Euro Schadensumme).
Die Region schützt ihr Hab und Gut vermehrt vor Naturgefahren
Obwohl es im Geschäftsgebiet der Öffentlichen im vergangenen Jahr keine durch Naturereignisse verursachten so genannten Kumulschäden gab, seien sich die Menschen der potentiellen Gefahr zunehmend bewusst, wie Vorstandsmitglied Nina Hajetschek betont: „Insgesamt haben fast 60 Prozent unserer Kundinnen und Kunden für ihr Wohneigentum und ihren Hausrat einen zusätzlichen Elementarschutz abgeschlossen, bei den Wohngebäuden sind wir inzwischen bei 51 Prozent. Auch wenn es noch viel Luft nach oben gibt, zeigt das, dass Naturgefahren auch hier in der Region weiterhin sehr präsent sind.“ Ein steigender Trend bei der Absicherung von Elektrofahrzeugen sowie Cyberrisiken ist bei der Öffentlichen ebenfalls erkennbar.
Der Handwerkerservice der Öffentlichen ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal
Als regionales Unternehmen ist die Öffentliche in der Lage, für ihre Kundinnen und Kunden einen Handwerkerservice anzubieten, der die Beseitigung von Leitungswasserschäden auf Wunsch vollständig übernimmt und die nötigen Gewerke koordiniert. Um diesen exklusiven Service auszubauen, hat die Öffentliche nun auch eigene Leckageorter eingestellt. „Als regional verwurzeltes Unternehmen arbeiten wir eng mit Partnerinnen und Partnern vor Ort zusammen. Wir können im Schadenfall passgenaue Dienstleistungen anbieten und den Kunden die beschwerliche Koordination abnehmen. Die Zusammenarbeit mit den Handwerksbetrieben klappt hervorragend – dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Ohne ihr großes Engagement wäre dieser Extraservice nicht möglich“, so Nina Hajetschek.
Zum Geschäftsergebnis der Öffentlichen Lebensversicherung Braunschweig
Die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig konnte im Geschäftsjahr 2025 Beitragseinnahmen von insgesamt 120,4 Millionen Euro erzielen (Vorjahr: 116,6 Millionen Euro). Diese Erhöhung um 3,8 Millionen Euro beruht vor allem auf einer positiven Entwicklung von fondsgebundenen Rentenversicherungen und insbesondere höheren Einmalbeiträgen. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Volumen an Einmalbeiträgen um insgesamt elf Prozent gesteigert werden. Die an die Kundinnen und Kunden ausgezahlten Leistungen sind 2025 von 158,9 Millionen auf 135 Millionen Euro zurückgegangen. Auch die stückzahlbezogene Stornoquote fiel mit 2,1 Prozent niedriger aus als im Vorjahr (2,4 Prozent).
Darüber hinaus hat das Braunschweiger Unternehmen sein Angebot für die betriebliche Altersvorsorge weiter ausgebaut und im Mai eine neue Variante mit einer Bruttobeitragsgarantie von 80 Prozent der eingezahlten Beiträge und Überschüssen in Fondsguthaben eingeführt. Der Fokus liegt auf regionalen klein- und mittelständischen Betrieben. Dank der neuen Variante konnte die Öffentliche die Anzahl der Neuverträge in der betrieblichen Altersvorsorge in ihrem Exklusivvertrieb im vergangenen Jahr um über 25 Prozent erhöhen.
Das Herzstück der Lebensversicherung, die Kapitalanlage, verlief auch im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund eines global herausfordernden Umfeldes für die Braunschweiger positiv. Die laufende Durchschnittsverzinsung lag mit 2,8 Prozent nur knapp unter dem Vorjahr. Die so genannte Bedeckungsquote nach Solvency II von 443 Prozent (Vorjahr: 438 Prozent) belegt ebenfalls, dass das Unternehmen substanzstark und zukunftssicher aufgestellt ist.
„Zum ersten Mal seit 2021 konnten wir unsere Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr wieder erhöhen. Auch die Anzahl unserer Verträge ist gestiegen. Das beweist das Vertrauen unserer Kunden in unsere auch jüngst wieder top-gerateten Produkte sowie unsere Kapitalanlage. Damit leisten wir weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur finanziellen Vorsorge und damit der Stabilität der Haushalte in unserer Region“, resümiert Vorstandsmitglied Prof. Dr. Alexander Tourneau.
Fazit zum Geschäftsjahr 2025
Marc Knackstedt betont die besondere Verantwortung, die die Öffentliche für ihr Geschäftsgebiet übernimmt: „Die regionale Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern und Unternehmen ist für uns elementar wichtig. Wir profitieren alle gemeinsam davon, wenn wir hier vor Ort Hand in Hand arbeiten.“ Auch für die Zukunft sieht er die Öffentliche gut gerüstet: „Wir haben ein ausgezeichnetes Team, mit dem wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern werden. Wir werden auch in Zukunft nah bei den Menschen sein und in unseren Service sowie in unsere Zukunft investieren, um unsere Kundinnen und Kunden in einem wandelnden Umfeld optimal auf allen gewünschten Wegen versorgen zu können.“
Den vollständigen Geschäftsbericht (inklusive nicht-finanzieller Erklärung) sowie die SFCR-Berichte der Öffentlichen finden Sie unter www.oeffentliche.de/berichte. Die Öffentliche berichtet zum Geschäftsjahr freiwillig nach dem CSRD-Standard, sämtliche Angaben dazu finden Sie integriert im Geschäftsbericht. Die Umwelterklärung der Öffentlichen nach dem EMAS-Standard für Umweltmanagementsysteme können Sie unter www.oeffentliche.de/umweltpolitik einsehen.
Quelle: PM 07.05.2026
