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Eine Rocklegende ganz nah
Donnerstag, 03. September 2026 - Braunschweig (div)
Ein Abend, den sich Rockfans nicht entgehen lassen wollten: Am vergangenen Donnerstag verwandelte Ronnie Wood das Kölner E-Werk in einen ganz besonderen Schauplatz der Rockgeschichte. Der Rolling-Stones-Gitarrist stand erstmals seit mehr als 16 Jahren wieder mit einem eigenen Solo-Programm auf der Bühne. Statt Stadion und riesiger Show gab es intime Konzertatmosphäre und einen Musiker, der sichtbar Freude daran hatte, einfach Musik zu machen. Dafür reisten Fans nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus verschiedenen Teilen Europas nach Köln. Unter den Gästen war auch prominente Unterstützung aus der deutschen Musikszene. BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken ließ sich den Abend ebenfalls nicht entgehen. Eine besondere Verbindung zu den Stones gibt es dabei schon lange. Bereits 1982 stand BAP gemeinsam mit den Rolling Stones im Müngersdorfer Stadion auf der Bühne. Mit 79 Jahren ist Ronnie Wood das jüngste Mitglied der Rolling Stones. Weil eine neue Stones-Tour derzeit nicht in Sicht ist, nimmt Wood die Sache kurzerhand selbst in die Hand. Er singt, spielt Gitarre und greift zur Bluesharp. Dabei muss nichts perfekt poliert sein. Seine Stimme klingt rau und seine Gitarrenarbeit trägt die Spuren eines langen Musikerlebens. Der Abend ist keine klassische Greatest-Hits-Show. Wood nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch Blues, Rock’n’Roll, Rhythm ’n’ Blues, Country, Soul und Reggae. Für zusätzliche Energie sorgen Imelda May und Chanel Haynes. Spätestens bei „River Deep – Mountain High“ wird das E-Werk zur brodelnden Soul-Bühne. 115 Minuten lang zeigt Ronnie Wood, wo seine musikalischen Wurzeln liegen. Er muss niemandem mehr beweisen, dass er eine Rocklegende ist. An diesem Abend darf er einfach Musiker sein. Mit Leidenschaft, Spielfreude und ohne Allüren.
Fotograf: Jürgen Pluschke/Farbtiefe
