Fotos
Kill the Light Festival: Dunkle Klänge in industrieller Kulisse
Samstag, 18. April 2026 - Harzlandhalle Ilsenburg
Wenn sich düstere Sounds mit rauem Industrie-Charme verbinden, entsteht genau das, was das Kill the Light Festival ausmacht. In einer alten Eisenfabrik wurde am Samstag nicht nur Musik gespielt, hier wurde ein ganz eigener Kosmos geschaffen. Der Raum war gut gefüllt, die Stimmung von Anfang an entspannt, offen und voller Vorfreude.
Den Einstieg übernahmen Wisborg, die mit ihren dunklen, melodischen Klängen direkt den Ton des Abends setzten. Es folgten Zetra, die mit einer fast schwebenden Atmosphäre einen spannenden Kontrast schufen und das Publikum tiefer in die Welt zwischen Darkwave und Emotion zogen.
Mit Zeraphine wurde es dann greifbarer, direkter, vertraute Songs, die viele im Publikum sofort mitnahmen und für spürbare Bewegung sorgten. Spätestens hier war klar: Das Festival hatte Fahrt aufgenommen.
Lacrimas Profundere knüpften daran an und brachten eine intensive Mischung aus Melancholie und Druck auf die Bühne. Die Atmosphäre wurde dichter, emotionaler, fast schon hypnotisch.
Den Abschluss lieferten schließlich The 69 Eyes, die mit ihrer charismatischen Präsenz und ihrem unverkennbaren Sound den perfekten Schlusspunkt setzten. Ein Auftritt, der sich wie ein Finale anfühlte: groß, dunkel und genau richtig für diesen Abend.
Doch das Kill the Light Festival war mehr als nur Musik. Zwischen den Sets lud das Gelände zum Entdecken ein: Stände mit Möbeln, Merch, Tattoos und Piercings machten das Ganze zu einem kleinen Szene-Markt. Auch für Verpflegung war gesorgt, mit insgesamt drei Ständen, darunter auch eine vegane Option, die bei vielen gut ankam.
Und wer nach den letzten Tönen noch nicht genug hatte, konnte direkt weiterziehen: Die Aftershow Party rundete den Abend ab und hielt die Stimmung bis in die Nacht hinein lebendig.
Die alte Eisenfabrik erwies sich dabei als perfekte Kulisse. Roh, authentisch und mit genau dem richtigen Maß an Charakter, um die Musik nicht nur zu begleiten, sondern zu verstärken.
Fazit: Ein vielseitiges Line-up, ein gut gefülltes Festivalgelände und eine Atmosphäre, die Musik, Szene und Erlebnis miteinander verbindet. Das Kill the Light Festival zeigt, wie stark und lebendig die dunkle Szene ist und warum solche Abende lange nachhallen.
Bilder und Text: Yvonne Banaski / Dark Linssi
