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Überragender Eatherton reicht nicht zum Sieg

Mit 79:84 (46:36) mussten sich die Basketball Löwen Braunschweig am heutigen Mittwoch, 10. Januar, in ihrem ersten Auswärtsspiel des neues Jahres und dem ersten Rückrundenspiel bei den GIESSEN 46ers geschlagen gegeben. Das Team von Headcoach Frank Menz startete angeführt vom überragenden Scott Eatherton furios ins Spiel und lag im zweiten Viertel völlig verdient mit 18 Punkten in Führung. Doch konnten die Hessen zur Halbzeit auf zehn Punkte verkürzen und nahmen das Momentum mit ins dritte Viertel. Hier drehte sich die Partie, weil die Löwen nun etwas ihre Linie verloren und die 46ers offensiv aufdrehten. Dennoch gelang es dem Menz-Team, das letzte Viertel wieder offen zu gestalten und kurz vor Schluss hatten sie die Chance auf eine erneute Führung. Leider fiel der offene Dreier nicht und die 46ers ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Löwen-Center Scott Eatherton legte mit 30 Punkten (11 Rebounds) seinen neuen BBL-Karrierebestwert auf. DeAndre Lansdowne kam zudem auf 19 Punkte und 7 Assists. Für die 46ers war John Bryant mit 19 Punkten Topscorer.

Nach einem starken Auftakt ins Spiel führten die Löwen nach drei Minuten bereits mit 11:4. In der Anfangsphase fielen die Dreier (50 Prozent) wie auch Zweier (64 Prozent) hochprozentig. Zudem halfen die Löwen in der Defense gut gegen Big Man John Bryant aus und agierten sehr mannschaftsdienlich. Das führte zwischenzeitig zu einer 13-Punkte-Führung (20:7), ins zweite Viertel ging es beim Stand von 24:15 für die Löwen.

Hier drehte Scott Eatherton im Duell mit John Bryant auf und erzielte neun Punkte in Folge zum 33:17. Die Löwen schlugen dabei aus ihrer guten Verteidigung Kapital und schalteten schnell in den Angriff um. Bis zur 14. Spielminute (37:21) kontrollierte das Menz-Team das Spiel, ehe es ein wenig die Linie verlor. Die 46ers konnten das aber noch nicht nutzen und so war es Thomas Klepeisz, der in der 19. Minute mit einem Dreier das 45:17 erzielte. Durch unnötige Löwen-Fehler und liegengelassene Punkte kamen die Gastgeber bis zur Halbzeitpause jedoch auf zehn Zähler heran (46:36).

Nach dem Seitenwechsel nahmen die 46ers den Schwung mit, den sie zum Ende des zweiten Viertels hatten und trafen plötzlich fast alles – vor allem vom Perimeter. Die Löwen hatten zunächst noch Antworten parat, kassierten aber nach acht Minuten in diesem Viertel den 58:58-Ausgleich. Die Gießener blieben weiterhin heiß aus der Distanz, nahmen Scott Eatherton mehr aus dem Spiel und verwandelten noch zwei weitere Dreier (insgesamt fünf in diesem Viertel) zum 58:64.

Mit vier Zählern Rückstand (60:64) ging es für die Löwen in den letzten Spielabschnitt. Und nachdem sie sich im dritten Viertel 28 gegnerische Punkte gefangen hatten, stand die Defensive jetzt auch besser. Angeführt von DeAndre Lansdowne, der im Schlussviertel zehn Punkte erzielte, hatten die Löwen das Spiel in der 35. Minute wieder fast ausgeglichen gestaltet (68:69) und es verlief bis zum Schluss auf Messers Schneide. 36 Sekunden vor dem Ende hatten die Löwen die Chance zur Führung: Zygimantas Janavicius nahm beim Stand von 79:81 einen offenen Dreier, doch fiel der nicht durch die Reuse. Im Gegenzug trafen die Hessen einen Korbleger mit Foul. Zwar vergab Benjamin Lischka den Freiwurf, doch konnte die Löwen den Rückstand nicht mehr aufholen.

Viertel im Überblick: 24:15, 22:21, 14:28, 19:20;

Trainerstimmen zum Spiel

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Wir haben heute eine gute Leistung gezeigt, trotzdem geht der Glückwunsch erneut an Ingo. Wir hätten es heute wieder verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen, sind am Ende aber an unserer Unerfahrenheit gescheitert. Wir haben in der zweiten Halbzeit viele Fehler gemacht, waren nicht so tough, wie wir sein müssen, um am Ende zu gewinnen. Aus einem Spiel wie diesem lernen wir als Mannschaft. Wir waren sehr gut vorbereitet, haben John Bryant besser im Griff gehabt und selber ein paar schwere Würfe getroffen. Trotzdem hat es am Ende leider nicht gereicht."

Ingo Freyer (GIESSEN 46ers): „Ich muss ganz klar sagen, dass wir in der ersten Halbzeit eigentlich gut verteidigt haben, aber Braunschweig war heute einfach sehr gut drauf. Wenn dazu dann noch ein Eatherton in absoluter Weltklasseform ist, dann wird es sehr schwer. Was aber für meine Mannschaft spricht, ist, dass wir uns nach der Halbzeit daran erinnert haben, was unsere Stärken sind. So sind wir dann peu à peu zurückgekommen und haben am Ende gewonnen."

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki, Ebert n.e., Lansdowne 19 (5 Rebounds, 7 Assists), Janavicius 6 (8 Rebounds, 8 Assists), Klepeisz 11, Alte, Jaramaz, Schwartz, Morse 2, Koné 5, Eatherton 30 (11 Rebounds), Lagerpusch 6.

GIESSEN 46ers: Taylor, Agva 2, Pjanic n.e., Davis 15 (4 Assists), Okpara n.e., Lischka 13, Hollins 8, Abrams 7 (5 Rebounds), Manigat 10 (6 Rebounds, 6 Assists), Marin 10, Okao n.e., Bryant 19 (13 Rebounds, 4 Assists).
Quelle: Basketball Löwen Braunschweig