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96 gegen Eintracht Braunschweig 1:0

Wieder kein Elfer für die Löwen

Nach 19 Jahren ist es Hannover 96 gelungen, mal wieder das Niedersachsenderby zu gewinnen. Niclas Füllkrug erzielte nach einer Ecke in der 32. Minute das Tor des Tages.

Knapp 43.000 Zuschauer erlebten im ausverkauften Stadion ein hektisches und nervöses Spitzenspiel, in dem sich beide Mannschaften wenig schenkten. Hannover startete, wie erwartet, offensiv, aber Eintracht agierte keinesfalls nur defensiv. Allerdings blieben die Torraumszenen knapp. Bereits im Mittelfeld versuchten die Spitzenteams der Liga die jeweiligen Angriffsversuche des Gegners zu neutralisieren, was auch gut gelang. Immer wieder versuchten es die Aussenstürmer die massiven Reihen zu überspielen, es ging engagiert aber durchaus fair zur Sache. Gefahr strahlte 96 meistenes durch Freistöße oder Ecken aus, Fejzic im Tor der Blau-Gelben musste selten eingreifen und wenn, machte er das souverän und unaufregt. Den Spielern beider Teams merkte man die Bedeutung des Spiels aber durchaus an. Viele Pässe fanden ihre Zielspieler nicht, oft fehlte es an wenigen Metern.
Edgar Prib konnte in der 11. Minute mit seinem Freistoß mal ein Ausrufezeichen setzten, Gustav Valsvik in der 19. Minute nach einer Ecke von Mirko Boland – sein Kopfball ging aber über das Tor. Richtig gefährlich wurde es selten. Eine Ecke lies die Gastgeber jubeln – nach einer Ecke von Prib stieg Niclas Füllkrug am höchsten und setzten den Ball präzise ins obere Ecke zum 1:0.

Vier Minuten später hätte es einen Foulelfmeter samt Karte geben müssen, als Harnik im Zweikampf gegen Biada deutlich sichtbar die Ellenbogen ausfuhr. Schiedsrichter Sascha Stegemann pfiff aber nicht. Insgesamt lies Stegemann viel laufen, sehr zum Ärger von Onel Hernandez, er ein ums andere Mal von dem bulligen Sané ins Seitenaus gedrängt wurde. So blieb es zur Halbzeit beim knappen 1:0.

Nach dem Wechsel zog sich Hannover mehr und mehr zurück, die erwartete Eintracht-Offensive fiel aber weniger wuchtig aus, als von vielen erwartet. Dennoch bekam Hannover mehr Räume, die daraus resultierenden Möglichkeiten vergaben aber Prib und Füllkrug. In der 77. Minute rettete Tschauner gerade noch vor den lauernden Eintracht-Spielern im Strafraum der Gastgeber.
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Obwohl Torsten Lieberknecht mit Kumbela, Abdellahi und Omladic frische Offensiv-Kräfte gebracht hatte, gelang es Eintracht nicht, den aktiv verteidigen 96-Abwehrreihen zu entkommen.Wenige Minuten vor Schluss hielt fast das gesamte Stadion die Luft an, als Eintracht rund um den 16ner mehrmals aufs Tor schoß und der Ball aus dem Gewirr heraus bei Hernandez landete – aber der traf den Ball volley nicht richtig und das Leder landete neben dem Tor. Der Last-Minute-Effekt blieb dieses Mal aus – Eintracht fährt ohne Punkt nach Haus. Der Erzrivale überholt die Löwen an diesem Spieltag, bleibt aber nur knapp vorne. Das Schneckenrennen um den Aufstieg geht weiter.

Aufstellung:

Hannover 96:
 
Philipp Tschauner, Inola M. Albornoz, Salif Sané, Marvon Bakalorz, Edgar Prib (Karaman (86.), M. Schmiedebach (93. Felipe), Martin Harnik, Florian Hübner (G.), Niclas Füllkrug (78. Sobich, G.), Oliver Sorg, Waldemar Anton.
 
S. Sahin-Radlinger, Artur Sobich, Sebastian Maier, Felix Klaus, I. Fossum, Felipe Trevizan Martins, Kenan Karaman.
 
Trainer: André Breitenreiter
 
Eintracht Braunschweig:
 
Jasmin Fejzic, Saulo Decarli, Gustav Valsvik, Quirin Moll (G.), Julius Biada (80. Abdullahi), Mirko Boland (80. Omladic), Jan Hochscheidt, Christoffer Nyman (62. Kumbela), Phil Ofosu-Ayeh, Ken Reichel, Onel Hernandez.
 
Marcel Engelhardt, Joseph Baffo, Domi Kumbela, Nik Omladic, Suleiman Abdullahi, Salim Khelifi, Niko Kijewski.
 
Trainer: Torsten Lieberknecht/Darius Scholtyzik

Ein Beitrag von Dr. Frank Kornath