Gesund und fit am Computer

Eine zu kurze Distanz zum Bildschirm, ein unbequemer Schreibtischstuhl - all das kann mit der Zeit krank machen. Wenn man bedenkt, dass viele Menschen zwischen 6 und 8 Stunden täglich vor dem Computer sitzen, ist es naheliegend, dass manch einer mit der Zeit unter Kopf- oder Rückenschmerzen, Nackenproblemen oder Verspannungen leidet. Sehnenscheidenentzündungen und tränende Augen sind heute ebenfalls keine Seltenheit mehr. Es ist allerdings schon mit ein paar geringfügigen Veränderungen möglich, Abhilfe zu schaffen und den Schreibtisch zu einem komfortablen Arbeitsplatz zu machen.

Wer Stunde um Stunde in leicht gebückter Haltung und mit stark angewinkelten Armen am Schreibtisch seine Arbeit vor dem PC verrichtet, der muss sich über gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht wundern. Denn eine solche Haltung ist alles andere als natürlich. Sicherlich fällt es leicht, sich an diese Fehlhaltungen vor dem PC zu gewöhnen. Immerhin ist der Mensch ein "Gewohnheitstier". Sobald jedoch Schmerzen oder Verspannungen spürbar sind, nimmt er unwillkürlich eine Fehlhaltung ein. Spätestens jetzt wird es gefährlich, denn eben dadurch können Schmerzen und Muskelreizungen etc. entstehen.

Gesundes Sitzen ist nicht nur die Grundvoraussetzung für mehr Wohlgefühl am Arbeitsplatz, sondern es trägt auch zur Motivation und zur Leistungsbereitschaft bei. Arbeitnehmer, die sich unwohl oder krank fühlen, werden kaum die Leistung erbringen können, die ein gesunder Mensch zu erzielen vermag.

Grundlegende Faktoren für gesundes Sitzen

Mit Blick auf eine ergonomische Arbeitsplatzkonzeptionierung ist es nicht alleine mit einem individuell verstellbaren Schreibtisch oder Bürostuhl getan. Vielmehr muss das "Gesamtpaket" stimmen. Es geht darum, dass Bürotische und -stühle ergonomisch zueinander passen und größen- sowie abstandstechnisch bedarfsgerecht eingestellt werden können. Die richtige Ausleuchtung des Arbeitsplatzes nimmt einen ebenso wichtigen Stellenwert ein, wie die optimalen klimatischen Verhältnisse im Büro. Zu dunkel, aber auch zu hell darf die Räumlichkeit nicht sein, da dies zu einer raschen Übermüdung sowie nicht zuletzt zu nachhaltigen Beschädigungen der Augen führen kann. Das Hauptaugenmerk liegt insbesondere auf einer modernen Hard- und Software-Ausstattung. Alles sollte möglichst leicht bedienbar und gut zu händeln sein, um ein flüssiges Arbeiten zu ermöglichen.

Der richtige Abstand tut gut

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist ideal. Je nach Körpergröße des Verwenders sollte er eine Höhe von etwa 68 cm und 82 cm aufweisen. Der Arbeitnehmer muss seine Arme möglichst waagerecht auf der Oberfläche des Schreibtisches auflegen können. Und zwar im 90-Grad-Winkel zu den Oberarmen.

Tipp:

Man hat eine optimale Sitzposition, wenn die Fußsohlen in sitzender Haltung den Boden vollständig berühren, während Unter- und Oberschenkel im 90-Grad-Winkel zueinander stehen.

Es empfiehlt sich, den oberen Rand des Computerbildschirms auf Augenhöhe einzustellen, um eine möglichst natürliche Haltung des Kopfes zu erzielen. Idealerweise verläuft die Blicklinie leicht nach unten hin geneigt und beträgt circa 35 Grad. Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm liegt zwischen 50 und 80 cm.

Beim Telefonieren aufstehen, regelmäßiges An- und Entspannen der Beine sowie spezielle gymnastische Übungen am Arbeitsplatz beugen Verspannungen und Muskelschmerzen vor.

Ein Beitrag von Sabine Furst