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18.12 | EINTRACHT BRAUNSCHWEIG - ALEMANNIA AACHEN
 




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Kampfbetontes Spiel endet unentschieden 1:1

19950 Zuschauer sahen ein kampfbetontes Spiel zweier Mannschaften, die beiden den Punkt wollten. Im strömenden Regen tasteten sich beide Mannschaften von Beginn an ab, der glitschige Rasen sorgte für zahlreiche Fehlpässe auf beiden Seiten. Die Braunschweiger hatten zunächst mehr vom Spiel, versuchten es immer wieder über lange Bälle, die aber dann oft zu kurz gerieten.
Erste Chancen durch Standard-Situationen. 7. Minute Freistoß durch Foul an Boland – Vrancic probiert es direkt, aber sein Schuss aus 30 Metern landet direkt beim Aachner Schlussmann Boy Watermann. Drei Minuten später – wieder Freistoß für die Eintracht – Dogan legt sich das Leder zurecht – ballert aufs obere linke Eck – aber Watermann lenkt den Ball mit einer Glanzparade an den Pfosten, der Ball springt raus. Die erste dicke Chance nach 11. Minuten.

Eintracht ist leicht überlegen – 16. Minute: Schöne Flanke von Oliver Petersch vor das Tor – Tobias Feisthammel klärt gerade noch so vor Dennis Kruppke.
Es dauert 25. Minuten bis Aachen auch mal einen ersten Sturmlauf versucht, der bei Reichel ein jähes Ende findet. Dabei fängt sich Ken Reichel die 5. Gelbe Karte der Saison – schade, die Rückrunde beginnt ohne ihn.
26. Minute: Freistoß Aachen aus halbrechter Position – Achenbach bringt den Ball an den langen Pfosten, Davari klebt auf der Linie, der Holländer Sibum steht goldrichtig, reagiert am schnellsten und es heißt 0:1. Die erste Aachener Chance eiskalt genutzt.
Danach probierten es die Braunschweiger Löwen mit der Brechstange, aber die Aachener Abwehr steht sehr gut gestaffelt. Immer wieder sind Petersch und Boland mit zwei, drei Mann gedeckelt, Kapitän Kruppke wühlt und wühlt – vergeblich. Aachen jetzt mit mehr Selbstvertrauen, stört früh. Plötzlich bleibt Benjamin Fuchs liegen- ruft nach dem medizinischen Team – kurze Zeit später steht fest – der nächste Abwehrspieler ist verletzt, muss raus. Kessel kommt.
Vorn kämpft sich Petersch durch, narrt, zwei, drei Spieler. Der vierte Aachener säbelt dazwischen, der Pressschlag kommt zu Kruppke in den Strafraum, der wird von Olajengbesi umgemäht – der Pfiff bleibt aus. Kein Freistoß, kein Strafstoß. So blieb es zur Halbzeit beim 0:1.
Nach dem Wechsel Eintracht noch wütender, versucht alles, aber auf dem rutschigen Rasen gelingt wenig. Pfitzner nun für Damir Vrancic im Spiel, der sicher nicht seinen besten Tag hatte. 60 Prozent Ballbesitz nützen nicht wirklich viel, denn die Pässe kommen nicht an und Aachen hat eine gut gestaffelte Abwehr. 51. Minute: Kruppke mit einem schönen Steilpass auf Pfitzner – im letzten Moment stört wieder Olajengbesi beim Abschluss.
Inzwischen ist aus dem Regen Schneeregen geworden. Es ist mehr Krampf und Kampf auf dem Rasen. Plötzlich humpelt Kessel. Sein Gesicht schmerzverzerrt. Der nächte Abwehrspieler muss ausgewechselt werden. Lieberknecht bringt Mathias Fetsch, stellt sein Team um. Und Aachen kontert aus der sicheren Abwehr in die schnell formatierte Braunschweiger Abwehrkette hinein. 57. Minute: Auer tankt sich bis zum Strafraum durch, zieht ab aus 14 Metern – aber vorbei.
Auf der Gegenseite kann sich Fetsch durchsetzen, gerät aber zu weit nach außen – sein Schuss aus spitzem Winkel geht ans Außennetz.
Eintracht gibt nicht auf , probiert es mit allen Mitteln – wieder kommt der Ball in den Strafraum Olajengbesi ist mit der Hand dran – Schieri Leicher pfeift wieder nicht.
76. Minute: Pfitzner bringt den Ball vors Tor – Boland ist da, Kopfball – aber das Leder geht weit vorbei.
Und dann: Der gut spielende Oliver Petersch holt sich den Ball aus der eigenen Hälfte ab – will passen, aber Aachen fängt den Ball ab. Hereingabe auf Auer- der Ball ist drin – aber der Schiedsrichter-Assistent hat die Fahne oben – Abseits. Wirklich? Mindestens eine knappe Entscheidung. Glück für die Löwen.
Eintracht verzweifelt, nervös, macht Fehler. Einen nutzt Radu Davari kommt raus, stört, aber Radu bleibt am Ball, schießt aufs leere Tor, Ken Reichel rettet per Kopf und einem Hechtsprung. Mann!
Im Gegenzug bringt Kruppke Fetsch ins Spiel – Abseits. Eintracht kämpft mit Mann und Maus. Die Zeit läuft und die Beine sind schwer geworden. Da verlängert Fetsch wunderbar eine Flanke direkt in den Lauf von Ken Reichel auf der linken Seite – Reichel flankt nach innen, Kumbela nimmt das Leder direkt – netzt ein: 1:1. Es ist die 86. Minute. Dabei blieb es – Clevere Aachener holen eine verdienten Punkt und Eintracht geht mit stolzen 29 Punkten in die Winterpause.

Fotos: Marco Franke
Text: Aus dem Stadion an der Hamburger Straße: Frank Kornath


 

 

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