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INTERVIEW MIT DJ TIESTO |
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Tiësto - Interview
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Wer hatte am meisten Einfluss auf Deine DJ Karriere?
Tiësto:Das ist sehr witzig. Ich würde sagen Sven Väth, hatte in der damaligen Zeit den größten Einfluss auf meine Karriere.
Ist das immer noch so?
Tiësto:Heute nicht mehr, denn er spielt jetzt hauptsächlich Techno. Aber in seiner Trance-Zeit hat er mich schon sehr geprägt. Heute lasse ich mich aber mehr von Rockalben leiten, insbesondere in die älteren Alben höre ich sehr gerne rein.
Hat ein Mensch wie Du noch Irgendwelche Idole?
Tiësto:Nicht wirklich. Wenn Du Deine Musik als DJ selbst produzierst, hört man die Musik nicht mehr als Ganzes, sondern zerpflückt sie in einzelne Parts wie Vocals, Drums und so weiter. Es ist eine andere Art in der man die Musik wahrnimmt.
Was bevorzugst Du mehr, DJing oder Produzieren?
Tiësto:Das ist schwierig zu sagen, weil ich beides sehr gerne mag. Ich glaube, das geht Hand in Hand. Beim DJing kannst Du das Resultat, des produzierten Songs, spüren. Wie kommt Dein Track bei den Leuten an. Das gibt dann den besonderen „Kick“.
Welche Tipps kannst Du aufstrebenden Produzenten und DJs geben?
Tiësto:Heutzutage ist es wichtiger ein guter Produzent zu sein, als ein guter DJ. Die Leute kennen dich von deinen Platten und feiern dich als DJ, weil sie deine Musik mögen. Gute DJs gibt es zahlreich, aber zu Ruhm und Ehre kommt man allein wegen des perfekten DJ-Sets nicht mehr. Darum sind deine eigenen Produktionen wie deine Visitenkarten für die Szene.
Was ist das Beste am DJing?
Tiësto: Das Beste am DJing ist, dass man die ganze Welt bereist und kennen lernt. Und natürlich auf den besten Parties aufzulegen.
Was war Dein bester bzw. aufregendster Auftritt?
Tiësto:Oh da gab es wirklich eine Menge, aber das würde jetzt die Zeit sprengen. Ich würde aber sagen, das mein bester Auftritt „Tiësto In Concert“ im Gelderdome letztes Jahr war. Natürlich muss ich auf mein Set bei Olympia sagen, wo ich meine Musik fast 4 Milliarden Menschen präsentiert habe. Aber im Gelderdome hab ich neun Stunden aufgelegt und die Leute kamen nur wegen mir. Das war etwas ganz besonderes.
Was war das für ein Gefühl bei der Olympiade vor fast 4 Milliarden Menschen an den Bildschirmen aufzulegen?
Tiësto:Natürlich war das ein großartiges Gefühl und etwas ganz spezielles. Fünf Minuten vor dem Auftritt musste ich noch einmal zur Toilette, schaute in den Spiegel und dachte: „Jetzt kommt gleich der größte und wichtigste Auftritt in deinem Leben! Mach bloß alles richtig“. Dann hab ich aber gleich in den ersten fünf Minuten einen Fehler gemacht und den Mix verhauen. So hab ich mich dann noch mehr konzentriert und wenn Du da dann im Stadion hinter den Platten stehst, nimmst Du aber nicht wirklich war, das Du gerade vor vier Milliarden Menschen auflegst. Du hast die Menge im Stadion und siehst ein Paar Kameras. Ich bin immer etwas nervös, aber bei den Olympischen Spielen war ich nicht mehr aufgeregt als sonst auch.
Wo trittst Du lieber auf, im Club oder auf großen Veranstaltungen?
Tiësto: Ich mag definitiv beides. Zu 95 Prozent lege ich ja auch in Clubs auf. Ich habe über 100 Auftritt im Jahr und die großen Shows bzw. Sonderevents wie bei der Olympiade oder auch bei der Space Mountain 2 Eröffnung im Disneyland Paris sind ja eher die Ausnahme. Aber ich mag beides sehr gerne.
Was hat jemand wie Du für Hobbies:
Tiësto: Dafür ist leider viel zu wenig Zeit. Aber wenn ich zu Hause in Holland bin schaue ich gerne DVDs, gehe gern Essen oder treffe mich mit Freunden.
Du hast so viele große außergewöhnliche Dinge in den letzten beiden Jahren gemacht. Was kommt als nächstes? Tiësto:Das werde ich Euch jetzt nicht sagen. Spaß beiseite. In den letzten Monaten hab ich mir diese Frage auch immer wieder gestellt. Nach Olympia dachte ich, das ist nicht zu toppen. Dann kam mein Tiësto In Concert-Event mit über 30.000 Besuchern. Dann noch der Gewinn des Dance Music Awards in Deutschland. Jetzt gerade die Ehre die neue Attraktion im Disneyland Paris mit einem Tiësto-Konzert einweihen zu dürfen. Irgendwie geht es immer weiter. Und wir arbeiten auch daran, das es immer weiter geht. Wir sind da an einigen ganz speziellen Dingen dran. Aber das will ich jetzt noch nicht verraten.
Hast Du eigentlich ein musikalische Ausbildung hinter Dir oder wie bist Du zur Musik gekommen?
Tiësto:Ich habe keine Ausbildung im Musikbereich gemacht. Ich habe als DJ angefangen und dann mit Remixen angefangen. Dadurch bin ich immer mehr mit der Produktion in Berührung gekommen und hab dann auch irgendwann mit dem Produzieren angefangen.
Du bist ja bei großen Major-Schallplattenfirma „gesigned“, sondern hast Deine eigene Firma und Label. Wie kommt das?
Tiësto: Das Ganze ist damit zu erklären, dass mich am Anfang einfach keiner wollte. (lacht). Als wir angefangen haben, haben die großen Plattenfirmen und auch die Dance-Labels nicht an mich geglaubt. Also hab ich einfach zusammen mit meinen Partnern, die an mich geglaubt haben, mein eigenes Label, gegründet und hatten dann irgendwann den großen Erfolg.
Du bist ja in diesem Sommer wieder auf Ibiza mit dabei. Was sind denn Deine Tipps und Hotspots für Ibiza?
Tiësto: Ja, wie schon in den vergangenen Jahren mache ich mit Paul van Dyk zusammen im Amnesia die Cream-Party. Das Amnesia ist auch definitv der beste Club auf Ibiza. Das kann ich nur jeden empfehlen. Und in Sachen Restaurants muss man einfach das Bambudda Groove gesehen haben. Die servieren sehr leckeres, asiatisches Essen, haben einen sehr schönen Barbereich und noch einen kleinen Club mit angesiedelt.
Worin liegt die Zukunft der Dance Music?
Tiësto:Dance-Music wird immer mehr aufbrechen und sich mit anderen Stilen verbinden. Ich selber suche meine Inspirationen und Anregungen aus dem Rock-Bereich. Mein Style passt, meiner Meinung nach, sehr gut mit Rock-Music zusammen.
Sind für das nächste Tiësto-Album irgendwelche Featurings geplant, vielleicht sogar mit Deutschen Künstlern?
Tiësto:Sehr gute Frage, auf die ich natürlich keine Antwort geben kann. Ich finde, Ihr habt in Deutschland ein Paar sehr gute Rockbands und wie schon gesagt, passt meine Music sehr gut mit Rock zusammen. Vielleicht was mit den Scorpions? (Lacht). Nein, das war nur ein Scherz. Wir werden uns auf jeden Fall, wie schon zu den letzten Alben was überlegen, aber das verrate ich jetzt noch nicht.
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