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RÜCKBLICK AUF DIE MERCEDES BENZ FASHION WEEK

Extravagant und sympathisch

Die Fashion Week in Berlin lockte auch in diesem Winter wieder viele Paradiesvögel an. Deutschlands Hauptstadt rief und wir folgten dem Ruf. Uns erwarteten Mode, Parties und jede Menge Spaß in der Stadt der tausend Möglichkeiten. Nicht nur uns, sondern auch unzählige Trendsetter aus aller Welt zog es in die Metropole der unzähligen Möglichkeiten. Eine Stadt, die nicht nur am Herzschlag der Zeit existiert, sondern selbst pulsiert. Hier entstehen Trends, die meist nicht wie vermutet im Studio der Designer erschaffen werden, sondern durch die Kreativen, die ihre Kultur und ihre Mode auf der Straße leben und so die Berliner Originalität zum leben erwecken. Nebenbei inspirieren sie so die Designer zu ihren Kreationen, die alle Welt auf die deutsche Hauptstadt schauen lässt.

Extravagant und selbstbewusst präsentieren sich Jungdesigner, Models und alle, die den Trend in sich tragen in Berlins Nachtleben – dem „eigentlichen Biotop der Berliner Mode“, wie es Klaus Wowereit beschreibt. Und eben diese Inspiration aus den Partyoutfits der Berliner findet sich oft auf den Laufstegen der Fashion Week wieder. Wer zu dieser besonderen Zeit die Stadt ohne Grenzen besucht freut sich auf das besondere Flair auf den Straßen dieser Tage. Egal, ob man zum Arbeiten, Networken, Ordern oder Feiern hier ist: ein Besuch zum Abtauchen im Modegetümmel wird in Erinnerung bleiben.
„Das besondere an Berlin ist, dass es hier keine festgefahrenen Strukturen gibt. Wir müssen uns nicht danach richten, ob ein Designer Haute Couture oder Prêt-à-porter zeigen möchte, beides kann hier auf demselben Catwalk stattfinden.“ Maia Guarnaccia, Vice President IMG Fashion, Europe.
So präsentieren etwa junge Berliner Designer zusammen mit schwedischen und dänischen Designern in so genannten Kollektiven ihre neuesten Entwürfe. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass die Designerin selbst ihren kleinen Sohn stillt, während wir im Showroom durch die Kollektion blättern. So abgefahren die Stücke zum Teil auch sind, merken wir schnell, dass die Menschen hinter dieser Mode absolut auf dem Boden geblieben sind. Genau solche Begegnungen hinterlassen einen äußerst sympathischen Eindruck.
Ein weiteres positives Statement ist das klare „Nein“ zu Pelz und Leder, während auf den Laufstegen gerade wieder ein Aufschwung der Pelzindustrie zu spüren ist, zeigen im Kollektiv Designer bewusste Kollektionen, die auf Nachhaltigkeit setzen, wie Schmuckbänder, die wie hochwertiges Leder wirken, tatsächlich aber aus Gummiresten gefertigt ist. Denn wie es der Designer Hannes Roether sehr treffend auf den Punkt bringt, zählt nur das eine: „Es geht nicht um Mode, es geht um Klamotte. Was Echtes. Was Ehrliches.“

Drei Trends, die uns auch im Winter 2010/2011 erhalten bleiben werden:
1. Grob Gestricktes, 2. Fotoprints und 3. Immer wichtiger: nachhaltige Mode.

Kleiner Film für alle, die nicht auf der Fashion Week in Berlin dabei waren:
http://projektgalerie.net/hp/publications/about-us.html

Ein Beitra von Marni Julia Santos Alves für BS-Live!


 

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