Sie sind hier: Magazin Aktuelle News  
 MAGAZIN
Aktuelle News
Reportage
Kolumnen

KEINE EVAKUIERUNG AM 18. SEPTEMBER
 

Die für den 18. September angekündigte Evakuierung weiter Teile der Innenstadt findet nicht statt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Hannover (KBD) hat heute nach Abschluss seiner Sondierungsarbeiten der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass auch im Bereich der Wolfenbütteler Straße keine Blindgänger liegen, sagte Erster Stadtrat Carsten Lehmann, der für die Gefahrenabwehr zuständig ist. Gefunden wurden am Verdachtspunkt lediglich zwei Wasserrohre. Zuvor hatten sich bereits an zwei weiteren Verdachtsstellen am Lessingplatz und im Bürgerpark bei näheren Sondierungen keine Blindgänger gefunden.

„Es ist natürlich erfreulich, dass den Braunschweigern eine aufwendige und natürlich für den Einzelnen immer stressige Situation erspart bleibt“, so Lehmann. „Wir bedauern, dass wir die Unsicherheit im Vorfeld erst jetzt beenden können.“ Allerdings sei das Verfahren vom KBD vorgegeben. Die Stadtverwaltung müsse sich nach dessen Anforderungen richten.

„Wir haben den Ablauf von Evakuierungsaktionen und die dazu erforderliche Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld bereits mit dem KBD besprochen und gefragt, ob nicht auch ein etwas bürgerfreundlicheres Vorgehen möglich wäre.“ Dies habe der KBD aus Sicherheitsgründen aber verneint. „Die Krux ist: Ganz sicher, ob es sich wirklich um einen Blindgänger handelt, kann man erst sein, wenn dieser annähernd freigelegt ist. In dem Moment aber muss sofort entschärft werden, weil von einem freigelegten Blindgänger eine hohe Explosionsgefahr ausgeht.“

Wie gefährlich das sein kann, habe der KBD im vergangenen Jahr bei einem Unglück in Göttingen mit mehreren Toten bitter erfahren müssen. „Eine ad-hoc-Evakuierung allerdings ist eine ungleich größere Belastung für die Bevölkerung und die vielen erforderlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei, weil es sie völlig unvorbereitet trifft und sie innerhalb weniger Stunden ihre Häuser verlassen oder in den Einsatz gehen müssen.“ Insofern sei das Verfahren, im Vorfeld mögliche Evakuierungen anzukündigen und vorzubereiten, aus Gründen der Sicherheit doch das Beste.

Da die Sondierungen im Stadtgebiet fortgesetzt werden, wird es weitere Evakuierungstermine geben. Es werden aber auch künftig mehrere Verdachtspunkte zusammengefasst, damit die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich Blindgänger dabei sind, relativ hoch und die Vorbereitung nicht umsonst ist. In diesem Fall mit drei Verdachtspunkten habe sich das allerdings nicht ergeben.

Quelle: PM


Spendenaktion „Schlummernder Schmuck“ | Fotobotschafter für Herbst gesucht