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AUCH OHNE TITEL MEHR ENGAGEMENT FÜR JUNGE FORSCHER
 

Trotz großen Lobs für die engagierte Bewerbung unterliegt Braunschweig im Finale des Wettbewerbs „Stadt der jungen Forscher 2012“. Am Donnerstagabend, 26. Mai, wurde Karlsruhe als neue Titelträgerin ausgezeichnet. In Braunschweig sollen dennoch zentrale Projekte und Ideen aus der Bewerbung „Mobile Ideen – was bewegt uns morgen?“ umgesetzt werden.

Am Donnerstagmorgen verteidigte die Braunschweiger Delegation im Kieler Rathaus die Bewerbung. Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann, Prof. Dr. Thomas Spengler, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer der Technischen Universität Braunschweig, und Edgar Merkel, Schulleiter des Gymnasiums Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, präsentierten den Juroren des Wettbewerbs die geplanten Konzepte zur weiteren Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Den Fragen der Jury stellten sich auch Susanne Thiele, Sprecherin des ForschungRegion Braunschweig e.V. und Dr. Anke Kovar, Leiterin des Schülerlabors am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Im Rahmen der Tagung „Keine Angst vor Wissenschaft“ wurde am Abend der Titelgewinner 2012 verkündet.

Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann: „Ich habe die Jury nicht um die Aufgabe dieser schwierigen Entscheidung beneidet. Alle drei Finalisten sind ausgewiesene Wissenschaftsstädte und zeichnen sich seit Jahren durch engagierte Initiativen zur Förderung von Wissenschaft und Forschung aus. Für Braunschweig war es schon ein Zeichen großer Anerkennung der Jury, dass wir unter die drei Finalisten gekommen sind. Ich gratuliere nun Karlsruhe ganz herzlich zum Erfolg. Wir selbst werden die ausgearbeiteten Konzepte nicht alle in der Schublade verschwinden lassen, sondern gemeinsam mit den Partnern überlegen, welche für eine Umsetzung im nächsten Jahr doch in Frage kommen. Ich danke Prof. Jürgen Hesselbach als Vorsitzendem der ForschungRegion Braunschweig stellvertretend für die vielen Engagierten, die unter der Leitung der ForschungRegion die überzeugende Bewerbungsschrift erarbeitet haben.“

Auch für Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Vorsitzender der ForschungRegion Braunschweig e.V., ist die Bewerbung nicht gescheitert: „Braunschweig ist und bleibt auch ohne diesen Titel eine Stadt für junge Forscherinnen und Forscher. Mit zahlreichen Projekten und wissenschaftspädagogischen Angeboten fördern Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen der Region den forschenden Nachwuchs. Natürlich ist es schade, dass die Braunschweiger Bewerbung letztendlich nicht zum Titelgewinn führte. Aber durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt während der Bewerbungsphase sind viele wichtige neue Ideen und Konzepte entstanden, die wir trotzdem weiterverfolgen werden.“

Im Vorfeld haben einige Sponsoren und Partner bereits signalisiert, Schülerprojekte auch ohne den Titelgewinn fördern zu wollen. Wir werden nun gemeinsam mit der ForschungRegion und den Sponsoren prüfen, welche Projekte auch ohne die Stiftungsgelder durchgeführt werden können. "Ich werde den städtischen Gremien vorschlagen, für die Durchführung dieser Projekte im nächsten Jahr 30.000 Euro zur Verfügung zu stellen", so Oberbürgermeister Hoffmann.

Die Region Braunschweig ist eine der forschungsintensivsten Regionen Europas, viele international renommierte Institute und forschende Unternehmen sind hier angesiedelt. Seit Braunschweigs Titelgewinn „Stadt der Wissenschaft 2007“, werden kontinuierlich intensive Netzwerke und Synergien zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Gesellschaft ausgebaut. Darunter sind auch zahlreiche Projekte, mit denen Kindern und Jugendlichen ein Zugang zur Wissenschaft ermöglicht wird.

Quelle: PM


 „Stadt der jungen Forscher“

Die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung küren jährlich die „Stadt der jungen Forscher“. Die Stiftungen wollen mit der Initiative die kommunale Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft fördern, den wissenschaftlichen Nachwuchs von morgen begeistern sowie Schule und Hochschule Impulse für ihre Praxis geben. Prämiert werden Städte mit einem Preisgeld von bis zu 65.000 Euro, die sich vorbildlich dafür einsetzen, junge Menschen für Wissenschaft zu begeistern. Bisherige Titelträger waren die Städte Göttingen (2009), Gießen (2010) und Kiel (2011). Die Jury des Wettbewerbs setzt sich aus Vertretern der Stiftungen, der bisherigen Preisträgerstädte und weiteren Experten zusammen.


 

Stadt der jungen Forscher Foto: Körber-Stiftung


"Mobile Ideen" sollen den Titelgewinn bringen | Stiftung schüttete über 870.000,- Euro aus