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Claire: Tides (CD)

it ihrem 2013 veröffentlichten Debüt "The Great Escape" haben sich die nur ein Jahr zuvor gegründeten Claire als eine der aufregendsten Newcomerformationen innerhalb der europäischen Musiklandschaft etabliert. Mit "Tides" legen sie in 2017 ihren mit Spannung erwarteten Zweitling vor, auf dem sich die Band um Sängerin Josie-Claire Bürkle so facetten- und abwechslungsreich, wie nie zuvor präsentiert.

"Tides" verbindet Tanzfläche mit Kopfkino: Inhaltlich erzählt das Münchener Elektro-Pop-Quintett von einer emotionalen Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich gegenseitig fast magisch anziehen - und manchmal auch wieder voneinander abstoßen. Musikalisch wendeten sich Claire diesmal von Laptops ab und widmeten sich stattdessen lieber organischem Analogsound.

"Wir haben uns viel mehr getraut, als auf unserem ersten Album", so Keyboarder Matthias Hauck. Außerdem haben Claire zum ersten Mal mit einem externen Produzenten gearbeitet und sich in die goldenen Hände von Dave McCracken (Depeche Mode, Florence & The Machine, Scissor Sisters) begeben. "Obwohl er erst während der laufenden Arbeiten zum neuen Album dazu kam, hat Dave enorm viel beigetragen", fährt Gitarrist Florian Kiermaier fort.

Herausgekommen ist eine Tracklist, in der sich clubbige Tracks mit sphärischen Momenten abwechseln. Ob episch und schwelgerisch, wie auf der ersten Single "End Up Here", oder treibend und tanzbar wie auf dem cluborientierten "Friendly Fire" – Claire haben mit "Tides" eine dramatische Soundästhetik zwischen stürmischen Dancetunes und Score-ähnlichem Kopfkino-Pop mit stellenweise ungewohnt noisigen Shoegaze-Elementen geschaffen, über dem die mal soulig-verträumten, mal sexy-fordernden Vocals Josie-Claire Bürkles schweben.

Aufgelockert wird der markante Mix zusätzlich von experimentellen Tracks wie dem funky Ohrwurm "Masquerade", dem schwerelos fließenden House-Tune "Drowning" oder dem exotisch-unwirklichen "The Crash", in dem sich Claire einen lange gehegten Wunsch erfüllt und mit einem kleinen Kinderchor gearbeitet haben. Ein emotionaler Gezeitenwechsel mit Suchtfaktor.

Quelle: Universal Music