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UMJUBELTE PREMIEREN |
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Neustart in Braunschweig geht erfolgreich weiter
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Nach der Eröffnung am 23.09. mit Anne Nathers Auftragswerk »Aller Tage schwarzer Kater« wurden auch die drei weiteren Inszenierungen begeistert aufgenommen. Stephan Rottkamps »Volksfeind«-Inszenierung schlägt in Robert Schweers beeindruckender Bühne – die Welt als raumgreifendes Volksbad – einen großen Bogen. Sie beginnt als Groteske, zieht dann das Publikum zur berühmten Volksversammlung nach draußen auf den Vorplatz des Theaters, um schließlich ganz leise und eindringlich im zerstörten Haus des „Volksfeinds“ Tomas Stockmann zu enden. Besonderen Beifall fanden neben dem Jubel fürs Regieteam auch die neuen Ensemblemitglieder Hans-Werner Leupelt (Tomas Stockmann), Moritz Dürr (Peter Stockmann), Sandra Fehmer (Redakteur Hovstad), Sven Hönig (Aslaksen) und David Kosel (Billing). »Wir wollten unserem Publikum mit vier Premieren in vier Tagen ein möglichst großes Spektrum von dem zeigen, was zeitgenössisches Theater heute bieten kann. Das ist uns mit entschiedenen Regiehandschriften und starken Ensembles gelungen. Darüber bin ich sehr glücklich.« sagt Braunschweigs Generalintendant Joachim Klement.
Als dritte Premiere des Braunschweiger Neustarts zeigte die junge Regisseurin Anna Bergmann ihre Interpretation von Lessings »Miss Sara Sampson«. Bergmanns besondere Qualität, Klassikern eine ganz persönliche Lesart abzugewinnen und in große Bilder zu übersetzen, ergänzte sich ausgezeichnet mit Lessings Trauerspiel. Die Gradwanderung zwischen berührender Emotion und realistischer Darstellung gelang dem Ensemble perfekt. Rika Weniger gibt ihrer Miss Sara eine emotionale Kraft und gedankliche Klarheit, die sie zu einer Frau des 21. Jahrhunderts macht. Die Marwood, Saras Gegenspielerin, wird bei Nientje Schwabe zu einer Charakterstudie. Zu den umjubelten Protagonisten gehörten auch Tobias Beyer als Sir William und Hanno Koffler (Mellefont). Der Filmschauspieler gehört seit Beginn der Spielzeit zum festen Ensemble in Braunschweig.
Beeindruckend auch Sebastian Wirnitzers Uraufführungs-Inszenierung von »Was ich vergessen habe«. Dramatisiert wurde die Romanvorlage des niederländischen Autors Edward van de Vendel durch den neuen Leiter des Jungen Staatstheaters, Andreas Steudtner.
»Wir sind mit großer Neugierde aufgenommen worden und jetzt in der Stadt angekommen.« meinte Staatstheater-Generalintendant Joachim Klement nach den Eröffnungspremieren. Ab 07.10. wird der Braunschweiger Neustart mit vier weiteren Premieren fortgesetzt, darunter die Uraufführung von Nis-Momme Stockmanns »Inga und Lutz« (08. 10.) und »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« (10. 10.) in der Inszenierung von Otto Kukla.
Im Musiktheater gilt es zur Eröffnung eine selten gespielte Oper zu entdecken, denn die Bekanntheit von Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« steht in einem überraschenden Missverhältnis zur Bekanntheit ihres Komponisten und der Besonderheit und musikalischen Größe dieses Werkes (Premiere: 09.10.)
Quelle: PM
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Premiere von „Der Freischütz“ auf dem Burgplatz | Staatstheater Braunschweig hat die Hausbar eröffne
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