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SPENDENÜBERGABE FÜR SCHLINGENSIEFS OPERNDORF

Spendenübergabe an Aino Laberenz

Aus Anlass des ersten Todestages von Christoph Schlingensief veranstalteten das Staatstheater Braunschweig und die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) am 4. September 2011 gemeinsam ein großes Theater- und Kunstspektakel. Im Rahmen dieser überaus erfolgreichen Veranstaltung kamen durch Spenden und Kunstauktionen 5.700 Euro zusammen, die nun in den Aufbau des Operndorfs Afrika fließen werden. Das Geld wurde heute Schlingensiefs Witwe Aino Laberenz übergeben. Die beiden Projektleiter Franzsika Pester aus der Klasse Schlingensief der HBK Braunschweig und Axel Preuß vom Staatstheater Braunschweig überreichten die Summe gemeinsam mit dem ebenfalls zur Klasse Schlingensief gehörenden Künstler Kalle von Karl in Berlin. Christoph Schlingensief hatte bis zu seinem Tod am 21. August 2010 die Professur »Kunst in Aktion« an der HBK Braunschweig inne.
25 Künstler der Klasse Schlingensief der HBK Braunschweig hatten das Staatstheater Braunschweig Anfang September in eine temporäre Galerie für zeitgenössische Kunst verwandelt. Eingerahmt von vielen Auftritten und Aktionen wurden Kunstwerke für das Operndorf versteigert und Spenden gesammelt. Rund 1.500 Besucher waren vor Ort. Neben Theateraufführungen wie »A La Vie A La Mort« aus Burkina Faso oder »Kann ich deinen Diskurs mal in den Mund nehmen?« aus Berlin gab es Anfang September bei dem Abend zugunsten des Operndorfes in Afrika viele Performances von Profis und Laien, darunter die Gruppe Honeybee Democracy aus Hildesheim und der wunderbare Schlingensief-Schauspieler Stefan Kolosko, der spontan auf der großen Bühne improvisierte als Operndirektor Jens Neundorff von Enzberg die Einleitung zu Wagners »Tristan und Isolde« am Flügel spielte. In Gesprächen zu Leben und Werk erlebte ein großes Publikum Weggefährten Christoph Schlingensiefs wie den Intendanten des Berliner Theaters Hebbel Am Ufer, Matthias Lilienthal, den Filmemacher Frieder Schlaich oder die Schauspielerin Susanne Bredehöft. Eröffnet wurde das von Franzsika Pester (Klasse Schlingensief) und Axel Preuß (Staatstheater Braunschweig) organisierte Spektakel von Generalintendant Joachim Klement, der Braunschweiger Kulturdezernentin Anja Hesse, Franziska Pester sowie dem Präsidenten der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Hubertus von Amelunxen. Zum Abschluss des Theater- und Kunst-Spektakels trat zunächst die Sängerin und Schlingensief-Darstellerin Kandy Guira aus Burkina Faso auf, die von dem wunderbaren Arno Waschk am Flügel begleitet wurde. Bis in die Nacht spielte dann der »Braunschweiger Jung« Axel Bosse einen ebenso umjubelten Unplugged-Gig, der mit einer Juke-Box-Aktion endete: »Ihr zahlt für jeden Song, den ich ab jetzt spiele, jeweils einen Euro in die Spendenbox!«

Quelle: PM

Foto: Karl-Bernd Karwasz


 

5.700 € Spendengelder für das Operndorf Fransziska Pester und Kalle von Karl (Künstler aus der Klasse Schlingensief der HBK Braunschweig), Aino Laberenz, Axel Preuß (Spektakelleiter Staatstheater Braunschweig)


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