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SEX AND CRIME IN DER RUSSISCHEN PROVINZ |
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Lady Macbeth von Mzensk – Premiere vom 9. Oktober
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Katerina Ismailowa (Morenike Fadayomi), Frau des Kaufmanns Sinowij Borrisowitsch Ismailow (Tobias Haaks), lebt im 18. Jahrhundert frustriert in der russischen Provinz. Vom ereignislosen Dasein und der Ehe ohne Leidenschaft ist sie gelangweilt. Auch der Kinderwunsch blieb bisher unerfüllt. Schwiegervater Boris Timofejewitsch Ismailnow (Oleg Bryjak) tyrannisiert sie nicht zuletzt deswegen jeden Tag. Sie klagt hr Leid – sehr gefühlvoll von Morenike Fadayomi. Gefangen in einem Leben ohne Liebe und Hingabe, träumt sie von sexueller Erfüllung, sehnt sich nach Befriedigung. Ein wenig wirkt sie wie der Inbegriff der „gelangweilten Hausfrau“ ohne wirkliche Aufgabe.
Als Sergej (Sergey Nayda) – ein neuer Arbeiter – auf den Hof kommt, knistert es schnell. Der ist ein anderes Kaliber als der leidenschaftslose Gatte. Derb, aber mit großer erotischer Anziehungskraft. Soll er doch schon vom letzten Hof gejagt worden sein, weil er ein Verhältnis mit der Frau des Dienstherren hatte. Als Sinowij eine Weile den Hof verlassen muss, weil es bei den Mühlen einen Dammbruch gab, ist die Bahn (fast) frei für Schwerenöter Sergej, der nur zu gerne mit Katerina anbändeln möchte. Dummerweise hat Schwiegervater Boris immer ein wachsames Auge auf die Angetraute seines Sohnes.
Schließlich begehrt Sergej des nachts mit einem Vorwand Einlass ins Schlafgemach Katerinas. Lange werben muss er nicht, schnell ist die Kaufmannsfrau, die sich nach körperlicher Lust sehnt, willig und sie geben sich ihrer Leidenschaft hin. Doch Boris – der seiner Schwiegertochter auch selbst nicht abgeneigt scheint – erwischt die Beiden fast in flagranti. Sergej wird ausgepeitscht und eingesperrt. Um dem Geliebten weitere Strafe zu ersparen, vergiftet Katerina den Schwiegervater mit Rattengift. Unbemerkt – sie schiebt seinen Tod auf ein Pilzgericht.
Die beiden Ehebrecher haben nun freie Bahn, können jede Nacht ihre Lust ausleben. Doch Sergej möchte nur zu gern vom heimlichen Verhältnis zum Kaufmannsgatten aufsteigen. Als Sinowij schließlich zurück auf den Hof kommt, merkt er schnell, dass etwas faul ist. Es gibt Streit, im anschließenden Handgemenge töten Katerina und Sergej den störenden Ehemann und verstecken seine Leiche im Keller.
Schwiegervater Boris tot, Gatte Sinowij offiziell verschollen – nun heiraten Katerina und Sergej. Doch ein ein Arbeiter findet die Leiche im Keller und alarmiert die Polizei. Noch während der Hochzeitsfeier wird das Brautpaar verhaftet und auf den langen Weg in die trostlose sibirische Verbannung geschickt.Nun zeigt Sergej sein wahres Gesicht. Nicht Liebe trieb ihn zu Katerina, sondern die Gier nach Geld und Prestige als Kaufmannsgatte. Er verhöhnt sie und betrügt sie schließlich mit einer Mitgefangen. Die gedemütigte Katerina kann es nicht ertragen und tötet am Ende sich selbst und die Nebenbuhlerin.
Ein packendes Stück mit derber Erotik und brutaler Gewalt, musikalisch sehr facettenreich. Die Stimmgewalt aller beteiligten Künstler und nicht zuletzt das Staatsorchester machen die Oper von Dmitri Schostakowitsch zu einem Hörgenuss. Die gesamte Inszenierung von Konstanze Lauterbach spricht an. Das Bühnenbild von Franz Koppendorfer ist klar und nüchtern: ein heller Raum, der von einer Wand aus Strohballen dominiert wird, dazu Drahtstühle. Monotonie – so wie das Leben und die Ehe Katerinas.
Weitere Aufführungen finden unter anderem am 14.10., 31.10., 03.11. und 13.11. statt.
Ein Beitrag von Tanja Peters
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Staatstheater Braunschweig hat die Hausbar eröffne | Wiederaufnahme der Oper Carmen von Bizet
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