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PREMIERENBERICHT VON "DAS LIEBESVERBOT" |
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„Die Novize von Palermo“ von Richard Wagner
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Unausgereiftes Werk, dynamisches Orchester
Das 100-jährige Bestehen des Wagner-Verbandes Braunschweig nahm das Staatstheater zum Anlass, dieses Frühwerk des Komponisten in Zusammenarbeit mit der Kammeroper Schloss Rheinsberg, konzertant aufzuführen. Wagner selbst räumte diesem Stück keine große Beachtung ein, da es stilistisch noch der traditionellen Oper verbunden und der Durchbruch zu dem typischen Wagner-Kunstwerk noch nicht vollzogen war. Zu hören war ein unausgereiftes Werk Wagners, was durch die Dynamik des Staatsorchesters Braunschweig unter der Leitung von Georg Menskes getragen wurde. Wie bei jeder Wagner-Oper setzte auch hier der Opernchor die nötigen Akzente und glänzte durch präzise und kraftvolle Einsätze.
Junge Stimmen – voluminös, farblos aber auch leidenschaftlich
Solistisch wurde diese Aufführung mit Künstlern aus dem Ensemble des Staatstheaters Braunschweig, sowie mit Preisträgern des Internationalen Preiswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2009 besetzt, also mit durchweg jungen Stimmen. Katrin Adel (Isabella) wies einen klangvollen dramatischen Sopran auf, der zum Teil zu tief intoniert klang. Guy Mannheim (Claudio) verfügt über einen voluminösen Tenor, der jedoch forciert und streckenweise eng klang. Simone Lichtenstein (Mariana) glänzte mit ihrem gerade und sicher geführten Sopran. Leider bot die Rolle nicht mehr, um in den Genuss dessen zu kommen; in den langen Pausen wirkte die Künstlerin zum Teil gelangweilt. Dae-Bum Lee (Brighella) glänzte durch seinen voluminösen virtuosen Bass, ein Genuss! Diese vier Sänger schafften es durch das Orchester und den Chor zu kommen. So nicht Egill Arni Palsson (Luzio) der neben Katrin Adel verblasste, sowie Lucia Kim (Dorella), Valentin Cozma Calin (Angelo/Danieli) und Lucas Vanzelli (Antonio/Pontio Pilato), der jedoch seiner Leidenschaft den nötigen Ausdruck verschaffte.
Wichtigstes Kapital - die Stimme - gefährdet
Malte Roesner aus dem Ensemble des Staatstheaters (Friedrich) klang müde und drang ebenfalls nicht durch das Orchester. Der Opernbesucher weiß jedoch, dass dies für den Bariton äußerst ungewöhnlich ist, da er seine warme Stimme sicher und ausgeglichen in allen Registern durch seine Partien zu führen pflegt. Was das Publikum jedoch nicht wusste, war, dass Malte Roesner vor acht Tagen zur Carmen Premiere nicht singen konnte, weil er erkrankt war und zwar, wie es der Operndirektor selbst ansagte, so schwer, wie noch nie zuvor. Es kann nicht dafür stehen, dass ein junger, begabter und charismatischer Künstler noch deutlich geschwächt, zu früh auf die Bühne geht und sein wichtigstes Kapital, nämlich seine Stimme, so gefährdet. Das kann weder im Interesse des Theaters, des Publikums und schließlich des Sängers selbst sein.
Chorsänger keine Künstler?
Zu der anschließenden Premierenfeier die vom Wagner-Verband mit organisiert wurde, waren Künstler und Publikum im Anschluss herzlich eingeladen. Der Einladung folgend, versammelten sich die bunt gemischten Generationen im Weißen Saal des Staatstheaters. Befremdlich war in diesem Zusammenhang, dass die Gastgeber die Mitglieder des Chores aus der Künstlergemeinschaft ausschlossen - drei Chorsängerinnen wurde schließlich angeboten, sich ein Glas Sekt zu teilen. Wagner räumte, wie letztlich auch aus seinen Werken ersichtlich wurde, ChorsängerInnen respektvollere Positionen ein.
Text: Alkmini Nelsen Fotos: Staatstheater Braunschweig
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Das Ensemble
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Premiere der Oper "Carmen" von Georges Bizet | Premierenbericht der Operette "Wiener Blut"
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