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PREMIERENBERICHT DER OPER SALVATOR ROSA |
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Von Antonio Carlos Gomes - Deutsche Erstaufführung
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Die Handlung dieser Oper spielt in Neapel, als 1647 der Aufstand gegen die spanische Besatzungsmacht bevor steht. Salvator Rosa wird von Gennariello in Liebesangelegenheiten und von Masaniello bezüglich des geplanten Aufstands ins Vertrauen gezogen. Salvator Rosa wird nach seiner Verhaftung zum Herzog von Arcos gebracht und erkennt dessen Tochter Isabella als die Frau wieder, in die er sich unlängst verliebte und die seither seine Kunst prägte. Beide versuchen nun den Herzog zu einer friedlichen Lösung zu bewegen. Doch das Drama nimmt infolge der Verlogenheit des Regenten sowie den folgenden Intrigen des Hofes seinen tragischen Verlauf, und endet mit dem Freitod Isabellas. Als zentraler Ort wird das Atelier des Malers Salvator Rosa auf einer Drehbühne dargestellt. Regisseur Uwe Schwarz füllt die Szenen mit freien Verknüpfungen durch verschiedene Aufstände quer durch die entsprechenden Zeiten, wie zum Beispiel in der Ausstattung von Dorit Lievenbrück deutlich wurde, die an die Zeit der französischen Revolution oder auch an den Diktator Franco erinnert.
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Bühnenbild – nicht sängerfreundlich
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Das Bühnenbild samt Kostümen konfrontiert den Zuschauer also mit den freien Assoziationen von Schwarz und Lievenbrück, dies kann bereichernd, als auch überfrachtet empfunden werden. Das Orchester unter der Leitung von Georg Menskes, wusste die an Verdi angelehnte Komposition dynamisch umzusetzen. Leider führte das Bühnenbild zu akustischen Mängeln, da selbst die Stimmen sorgfältig ausgewählter Sänger zum Teil verschluckt klangen. Die Regie tat hier ein weiteres, indem sie insbesondere bei Beginn des Stücks, die Sänger teilweise mit dem Rücken zum Publikum agieren ließ. Auf Neudeutsch: Das geht gar nicht!
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Ray M. Wade Jr.: Garant für hohes Niveau
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Ray M. Wade Jr. als Salvator Rosa, trotzte diesem sängerfeindlichen Umstand und begeisterte die gesamte Vorstellungsdauer mit seinem schmelzenden, nie ins kitschige verfallenden Tenor. Er führte seine klare kraftvolle Stimme durch alle Lagen und erwies dem Staatstheater Braunschweig Ehre und hohes Niveau. Darstellerisch hätte es hier etwas mehr Regie sein dürfen.
Maria Porubcinova als Isabella glänzte durch ihren sicher geführten Sopran, besonders eindrucksvoll in den dramatischen Lagen, und war ihrem Partner stimmlich durchaus ebenbürtig.
Dae-Bum Lee als Il Duca d'Arcos gelang es, seinem Bass die Schärfe des Intriganten in die Stimme zu legen.
Malte Roesner als Masaniello lieferte sowohl gesanglich, als auch darstellerisch eine reife und beeindruckende Leistung ab.
Simone Lichtenstein in der (Hosen)-Rolle des Gennariello ließ ihren wunderschönen gerade geführten Sopran weitere Ressourcen erahnen, allerdings schien sie in dieser Partie noch an ihre Grenzen gekommen.
Kenneth Bannon als Il Conte di Badajoz überzeugte durch eine solide Darstellung und einen sicher geführten Tenor.
Tobias Haaks als Fernandez, Tenor mit markanter wohlklingender Stimmlage, blieb diesmal etwas unter seinen Möglichkeiten.
Der Chor unter der Leitung von Georg Menskes, war herausragend: Stimmgewaltig, darstellerisch glaubwürdig, ein Höhepunkt in dieser Inszenierung.
Begeisterter Applaus am Ende der Vorstellung , ein erlebenswerter Opernabend.
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Premiere von NDR Kultur aufgezeichnet
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Da die Premiere aufgezeichnet und von NDR Kultur am 11.02.2010 um 20:05 Uhr ausgestrahlt wird, waren an den Sängern Mikrophone befestigt. Diese dienten ausschließlich der Aufnahme.
Text: Alkmini Nelsen Fotos: Christian Bort
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Premierenbericht der Oper "Eugen Onegin" | KillerClub-Konzert ein großer Erfolg
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