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PREMIERE VON "TURANDOT" AUF DEM BURGPLATZ |
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Gänsehautmomente, die das Herzen schmelzen lassen.
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Es ist eine der wohl schönsten Opern Giacomo Puccinis und dennoch ist sie unvollendet. In Braunschweig, wird die 1926 uraufgeführte Oper, nun auf dem Burgplatz in wundervoller Kulisse gezeigt. Der Premierenabend könnte schöner nicht sein, die Sonne scheint, vereinzelt zieren Wolken den Himmel, der am Abend die Sterne frei gibt. Es wirkt, als habe Gott selbst mit Hand angelegt. Das Bühnenbild von Tom Musch, ist ganz im kommunistischem rot gehalten, ein großes Mao Banner ziert das Portal. Durch die runden Tische erinnert die Bühne an einen Parteitag, an dem der einheitlich, in grau gekleideten Chor platz nimmt und immer wieder Partei für die streitenden Kontrahenten ergreift. Die Kostüme von Ingeborg Bernerth sind uniform gehalten und durchzogen von den Farben rot und grau. Einzig allein Prinzessin Turandot erstrahlt in einem wunderschönen, rosefarbenen Kleid. Alexander Joel übernimmt die musikalische Leitung und hinterlässt immer wieder Gänsehaut Momente. Das Orchester ist kraftvoll und voller Leidenschaft. Wie Seide schmiegt sich die Musik langsam an den Körper an. Der Chor in der Leitung von George Menskes unterstützt souverän und gerade die Passagen, die aus dem Hintergrund kommen erzeugen ein unbeschreibliches Gefühl. Die Solopassagen sind herrlich gesungen, allen voran erstrahlen Arthur Shen (Prinz Calaf) , mit der wunderschönen Tenor Arie „Nessun Dorma“ und Jung Nan Yoon (Liú).
Das Inszenierungskonzept von Robert Lehmeier geht auf, es zeigt zum einen die statische Diktatur Chinas, lässt aber auch immer wieder moderne Momente mit einfließen. Fraglich nur die tänzerischen Darbietungen, auf die man hätte verzichten können.
Ein gelungener Premierenabend mit starkem, lang anhaltendem Applaus, durchzogen von vielen Bravo Rufen. Glückwunsch!
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Inhalt:
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„Wie in Puccinis Vorlage, der persischen Märchensammlung »1001 Tag«, müssen die Bewerber um die Hand der schönen Turandot drei Rätsel lösen: Wem das nicht gelingt, der muss sterben! Und bisher ist dies noch keinem geglückt. Bis Prinz Kalaf auftaucht, der inkognito alle Fragen richtig beantwortet. Der Eid ihres Vaters zwingt Turandot nun, ihn zu heiraten; sie wehrt sich vergeblich, auch gegen die gesellschaftlichen Regeln und Zwänge einer Thronnachfolge, die das einfordern. Da bietet ihr der fremde Prinz an, ihre Hand auszuschlagen und in den Tod zu gehen, falls sie seine Identität bis zum Sonnenaufgang aufdecken kann. Eine fieberhafte Suche beginnt. Der Vater sowie die in Liebe treu ergebene Dienerin Liù des Unbekannten werden herbeigeschleppt, weil sie in dessen Begleitung gesehen wurden. Doch eher stirbt Liù, als ihren Prinzen zu verraten.“ (Quelle: Staatstheater Braunschweig)
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Weitere Vorstellungen:
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21.-23., 25.-28., 30., 31. August, 1.-3. und 5.September, je um 19.30 Uhr auf dem Burgplatz Karten unter: 0531/1234567
Fotos: Karl Bernd Karwasz, Staatstheater Braunschweig Text: Annika Heider
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Kritik - Juli Zehs "Corpus Delicti" | Neuer Operndirektor ab der Spielzeit 2012/2013
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