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„MADAMA BUTTERFLY“ AUF DEM BURGPLATZ (2. TEIL)
 

Die Hauptrollen der Oper „Madama Butterfly“ sind doppelt besetzt, weil die Anforderung, diese Oper wie derzeit auf dem Burgplatz täglich zu singen, für die Sänger unzumutbar wäre. Am 18.08.2009 fand also eine „zweite Premiere“ statt.
Die aus Tokio stammende Mina Yamazaki sang an diesem Abend die Titelpartie der „Madama Butterfly“ in der ausverkauften Arena auf dem Burgplatz. Sie verfügt über einen stimmgewaltigen Sopran, der jedoch in den Höhen zu scharf und zu dramatisch klang. Konsequent dramatisch war auch ihre Darstellung der Cio-Cio-San; hier wäre weniger mehr gewesen.

Julia Rutigliano glänzte durch einen gerade geführten Mezzosopran und erbrachte eine solide Darstellung der Suzuki.


Weltklasseverdächtig

Ray M.Wade, gebürtiger Texaner und derzeit an der Oper Köln engagiert, lieferte einen brillanten Pinkerton. Punkt. Beschreiben ließe er sich allenfalls mit einer an Volumen und Glanz gesegneten Tenorstimme, höhensicher, ohne Brüche in den Übergängen. Dabei wirkte sein Gesang leicht und fließend, nicht die geringste Spur von Forcierung, weltklasseverdächtig - man muss ihn gehört haben!
Ebenso gelang es ihm, einen zunächst infantilen Pinkerton, der am Ende seinem Bedauern und seiner Reue Ausdruck gab, glaubwürdig darzustellen.

Malte Roesner verfügt über eine wunderschöne Baritonstimme der es noch an Reife fehlt. In seiner Rolle als Sharpless ließ er ein wenig spielerische Selbstverständlichkeit vermissen.

Leszek Wos stellte den Kaiserlichen Kommissar mit einem schönen Timbre dar. Er ist im Chor des Staatstheaters Braunschweig engagiert.

Text: Alkmini Nelsen


 

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