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JOACHIM KLEMENT ÜBER DEN NEUEN SPIELPLAN
 

„Die Bühne scheint mir der Treffpunkt von Kunst und Leben zu sein.“ (Oscar Wilde)
Das Staatstheater Braunschweig führt diese Saison über 35 Premieren im Musiktheater, in Schauspiel, Tanz und im Jungen Staatstheater auf. Vom Klassiker bis zur Uraufführung und Werken, die in eigenem Auftrag für Braunschweig und die Region geschrieben wurden, ist alles dabei.
Anliegen ist es, zu begeistern und in dieser Spielzeit zu zeigen, was Theater heute sein kann. Der vielfältige und anspruchsvolle Spielplan wird durch ein Konzertprogramm des Staatsorchesters ergänzt.

„Das Theater ist die tätige Reflexion des Menschen über sich selbst.“ (Novalis)
Das Theater ist für Generalintendant Joachim Klement ein zentraler Ort einer Stadtgesellschaft. Es ist Gegenpol zur Alltagsgeschäftigkeit und soll ein öffentlicher Raum sein, in dem über das Mit-, Neben- und Füreinander von privatem und öffentlichem Leben nachgedacht wird. Wichtige Fragen werden erörtert und durchgespielt, glaubwürdig und nachvollziehbar. Es ist ein aktiver und kreativer Raum, der Identität schafft, manchmal auch, in dem er sie in Frage stellt. Theater ist ein Kraftzentrum.

Das Besondere am Staatstheater
Joachim Klement betont, dass die Arbeiten, die am Staatstheater gezeigt werden, einmalig sind, da sie „von hier - für Menschen - von hier“ gemacht werden. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten auf hohem Niveau, das sich sehen lassen kann. Nicht nur in Niedersachsen und der Republik, sondern auch international. Darauf ist der Generalintendant besonders stolz.

„Bühne, Bretter, die die innere Welt verändern.“ (Manfred Hinrich)
Die Arbeit wird vom Publikum gut angenommen, darüber ist Joachim Klement sehr glücklich: „Wir erreichen mit also nicht nur ein – für uns wichtiges - kulturinteressiertes, älteres Publikum, sondern zunehmend auch andere Besucher“. Soll heißen: Das Publikum des Staatstheaters wird immer jünger. Die neuen Besucher würden dadurch angelockt, dass die Besetzung des Staatstheaters durch die Aufführungen hellwach vom Leben erzählten. Das Ensemble stelle sich Leben und Kunst nicht als etwas abgeschlossenes und gesichertes vor, beide seien veränder- und gestaltbar. „Das macht Mut, Lebensmut“, wie der Generalintendant betont.

Junges Theater
Das Angebot für Kinder und Jugendliche ist sehr groß. Die Möglichkeiten des Jungen Staatstheaters und der Theaterpädagogik wurden in jüngster Zeit ausgebaut. Die Anzahl der Spielclubs, in denen man als junger Mensch selbst aktiv sein kann, wurde verdoppelt. Am Projekt „Theater.Fieber“, einem beispielhaften und innovativen Kooperationsprojekt, beteiligen sich mittlerweile über 30 Schulen aus Braunschweig und dem alten Braunschweiger Land mit mehr als 16.000 Schülern.
„Das ist in einer Zeit, in der das Angebot an kultureller Bildung im Unterricht seit Jahren abnimmt, dieser Bereich für die Zukunft unserer Gesellschaft aber immer wichtiger wird, eine gute Sache“, freut sich Joachim Klement.
Das Staatstheater will gemeinsam mit allen Partnern, Kindern und und Jugendlichen einen offenen Zugang zum Theater und damit zu Kunst und Kultur ermöglichen. Der Generalintendant möchte fortsetzen, was durch seinen Vorgänger schon begonnen wurde: „Theater in die Schule“. Kooperiert wird mit der Bürgerstiftung, um die IGS Volkmarode und die Realschule Sidonienstraße auf dem Weg zur „Kulturschule“ zu begleiten.

Wer das Staatstheater diese Saison nicht besucht, sei selber schuld
Diese Saison gibt es Arbeiten, die außergewöhnlich sind, erklärt Joachim Klement. Nach der Burgplatz-Premiere von „Turandot“ gehören dazu „Tristan und Isolde“ von Wagner im Musiktheater und auch „Mama Dolorosa“, eine Kooperation mit der Münchner Biennale.
Der Generalintendant freut sich auf die ersten Premieren im Schauspiel, unter anderem auf „Goldherz“, Schillers „Kabale und Liebe“ und „Der starke Stamm“, ein wiederentdecktes, selten gespieltes Stück von Marie Luise Fleißer.
Alle Aufführungen werden von jungen Regisseurinnen inszeniert, „ein Spielzeitstart mit starken Frauen“. Jan Pusch und seine Compagnie werden im Tanztheater überzeugen, wie lebendig und zeitgenössisch Tanz sein kann.
„Freund Till, genannt Eulenspiegel“ wird nur eine von vielen Uraufführungen des Jungen Staatstheaters sein.

Das Große Haus wird 150 Jahre alt und in dieser Jubiläumsspielzeit bietet das Theater schöne Angebote zu besonderen Konditionen. Weiter Informationen finden sich unter www.staatstheater-braunschweig.de

Ein Beitrag von Britta Nowak für BS-Live!


 

Joachim Klement Wer das Staatstheater diese Saison nicht besucht, sei selber schuld


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