Staatsorchester erhält Förderung

Die Idee ist ungewöhnlich und bestechend zugleich und wird nun mit 55.000 Euro aus dem Förderprogramm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland« von der Bundesbeauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters unterstützt: Ein Audiowalk bietet BesucherInnen die Möglichkeit, die Menschen des Staatorchesters Braunschweig und ihre Geschichten kennenzulernen.

»Wir wollen einzelne MusikerInnen, die eine ganz persönliche Liebe zur Musik haben, aus dem Kollektiv des Orchesters den BesucherInnen näherbringen«, so Regina Peper, Konzertvermittlerin am Staatstheater Braunschweig.

Staatstheater Braunschweig (Foto: Kerstin Lautenbach-Hsu)

Kein Wunder, dass der Audiowalk für das Publikum unmittelbar im Orchestergraben auf den Plätzen der MusikerInnen startet. Während des Audio-Spaziergangs lernen die Teilnehmenden je einen Orchestermusiker und sein Instrument kennen. Zum Abschluss spielt das Staatsorchester Braunschweig live in der Husarenstraße 75, der neuen Spielstätte des Jungen Staatstheaters. Dort findet neben dem Konzerterlebnis auch eine persönliche Begegnung mit den MusikerInnen statt.

»Das Projekt zeigt neue Facetten in der Konzertvermittlung auf, da es die OrchestermusikerInnen künstlerisch und privat ins Zentrum rückt. Das Format des Audiowalks ist hierbei die Schnittstelle zwischen Musik, Theater, Installation und Performance«, freut sich Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig über das geförderte Projekt.

Das Modellprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ wurde vom Deutschen Bundestag im November 2016 beschlossen. Es hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Mit ihm werden Orchester gefördert, die innovative Projekte verwirklichen wollen. Dafür fehlt vielen Orchestern momentan das Geld. Durch das Förderprogramm bekommen sie Mittel zur Verfügung gestellt, um kreative Innovationen ausprobieren zu können.

Quelle: Staatstheater Braunschweig