Neue Ausstellung im Städtischen Museum

Im Städtischen Museum im Haus am Löwenwall beginnt am Dienstag, 31. Oktober, die neue Ausstellung „WEITBLICK. Städtisches Museum Braunschweig und die Kulturen der Welt“. Die Ausstellung läuft bis zum 20. Februar. Thema bei WEITBLICK sind Momente von Internationalität und Kulturtransfer in den vielfältigen Sammlungen des Städtischen Museums. Die Schau besteht aus einzelnen thematischen Inseln, die Kulturräume wie Italien, Amerika und Asien in Beziehung setzen. „WEITBLICK zeigt, wie international unsere Sammlungen seit jeher aufgestellt sind. Wir bieten die vielleicht bequemste und günstigste Weltreise, die derzeit in Braunschweig zu haben ist“, sagt Museumsdirektor Dr. Peter Joch.

Adolf Meckel von Hemsbach, Gefahrvolle Landung bei Jaffa, um 1885 (?), Städtisches Museum Braunschweig (Foto: Dirk Scherer)

Die Amerika-Insel der Ausstellung widmet sich unter anderem dem Braunschweiger Reiseschriftsteller Friedrich Gerstäcker (1816 ‒ 1872) und generell der Entdeckung der Neuen Welt. Ausgestellt werden Werke wie der weltberühmte Kupferstich „America“ (1575 ‒ 1580) von Jan van der Straet, genannt Stradanus, und die Reiseberichtsammlungen von Theodor de Bry aus dem späten 16. Jahrhundert. Exponate aus der Numismatischen Sammlung bieten einen Blick auf die Anfänge der europäischen Kolonien in Amerika und auf die ersten Münzen der Vereinigten Staaten.
Ein besonderes Ausstellungsstück ist das knapp 5 Meter lange und 1 Meter breite Birkenrindenkanu aus dem Nordöstlichen Waldland in Amerika. Das Boot gehört zu den wenigen erhaltenen Exemplaren aus dem 19. Jahrhundert.

Die Italien-Insel von WEITBLICK besteht unter anderem aus der eigenständigen Ausstellung „Sehnsucht Italien – die Künstlerreisen von Rudolf Henneberg“. Gemälde und graphische Arbeiten des Braunschweiger Künstlers (1825 ‒ 1876), die während seiner Italienreise entstanden, werden hier seinem Frühwerk gegenübergestellt. Die Henneberg-Schau und Werke anderer bekannter Künstler veranschaulichen, wie Italien im 19. Jahrhundert zum Ort der Sehnsüchte, Träume und Erinnerungen stilisiert wurde.

Als weitere Insel wird die bekannte Braunschweiger „Formsammlung“ von Walter Dexel (1860 ‒ 1973) in der ständigen Ausstellung mit außereuropäischen Exponaten aus dem Museumsdepot neu bestückt. Sie zeigt vor allem die Entwicklung des Kunstgewerbes im islamischen Raum auf.

Als frühe Beispiele für den Kulturtransfer präsentiert das Museum berühmte Paramente und Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Hervorzuheben ist der Herzog Ernst-Teppich: Er zählt zu ungefähr 50 erhaltenen Bildteppichen aus der Zeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert, die in Frauenklöstern zwischen Harz und Heide mit dem bekannten Klosterstich hergestellt wurden. Der Teppich zeigt eine Reise ins Heilige Land, das von Monstern und sagenhaften Wesen bevölkert ist.

Weitere Infos:
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr, Städtisches Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, 38100 Braunschweig, Tel.: (0531) 470 4521, E-Mail: staedtisches.museum@braunschweig.de, www.braunschweig.de/museum

Eintritt: Erwachsene 5,00 €; Ermäßigung (für Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderung, Rentner sowie Inhaber des „Braunschweig Passes“), 2,50 €;
Kinder von 6 – 16 Jahre 2,00 €; Schulklassen und Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt

Quelle: Stadt Braunschweig