Weltweit zum ersten Mal zeigt das Haus der Wissenschaft Braunschweig vom 14. September bis 30. November 2011 die Ausstellung „Bilder des Gehirns – Einblicke in unsere Schaltzentrale“. Die Ausstellung zeigt eine Zusammenstellung aus frühen Skizzen des Gehirninneren bis hin zu aktuellen High-Tech-Aufnahmen.
Wie funktioniert das Gehirn? Kann man sehen, wie und was wir denken? Fragen zur Funktion des menschlichen Gehirns faszinieren die Menschen schon seit langer Zeit. Um sie zu beantworten, wurden immer aufwendigere und bessere Untersuchungsmethoden entwickelt. Was mit akribischen Zeichnungen im Mittelalter begonnen hatte, entwickelte sich weiter über hochtechnologische Untersuchungs- und Visualisierungsmethoden zu wissenschaftlichen Bilddarstellungen. Die zu Forschungszwecken eingefärbten aktuellen Darstellungen erinnern nicht selten an abstrakte Kunst.
Die Ausstellung basiert auf dem Bildband „Portraits of the Mind“ des amerikanischen Neurobiologen Carl Schoonover. Die Kuratorin Ulrike Lahmann (fotobuchseite.com) ergänzt Schoonovers Auswahl der Bilder durch Aufnahmen und eine filmische Darstellung der aktuellen Forschung der Neurobiologie des Zoologischen Instituts an der Technischen Universität Braunschweig. Dort stellt man sich die Frage, wie unser Gehirn Informationen zu speichern vermag und was die Ursachen dafür sind, dass die Erinnerungen eines ganzen Lebens durch Demenz ausgelöscht werden können.
Die Ausstellung wird gefördert durch die STIFTUNG NORD/LB · ÖFFENTLICHE. Begleitend zur Ausstellung wird das Haus der Wissenschaft ein Rahmenprogramm mit Führungen für Schulklassen und Interessierte anbieten. Zusätzlich wird es Dinnerführungen mit der Kuratorin Ulrike Lahmann geben.
Termin:
Bilder des Gehirns - Einblicke in unsere Schaltzentrale Ausstellung 14. September–30. November 2011 Haus der Wissenschaft Braunschweig, Pockelsstr. 11, 38106 Braunschweig Öffnungszeiten Montag-Samstag 10–20 Uhr Eintritt frei
Ein Einlick Mikroskopische Aufnahme von Zellstrukturen im Gehirn einer Ratte. Die Probe wurde eingefärbt, um bestimmte Antikörper erkennen zu können. Hippocampus, Thomas Deerinck und Mark Ellisman, 2004
Quelle: Thomas Deerinck/Mark Ellisman