Greydenz

Die Braunschweiger Musikformation „Greydenz“ gibt es seit Beginn der 2000-er. Zwischen dem Stil der Vorbilder Depeche Mode und Dire Straits liegt der Sound, den man bei Boris Nowicki´s Greydenz findet. Die Musik und der Sound sind ungebunden und zeitlos. Das Debüt-Album „Dark Side of the Axe“ erschien nach langjähriger Produktionsphase Anfang September 2011 und zeichnet sich durch ein breites Spektrum an individueller, kompositorischer Vielfalt aus. Das zweite Album folgte mit „Don´t say Love“ im November 2013. Nun ist das dritte Album mit dem Titel „Hier kommt die Gnade“ erschienen.

Interview

Aus welchen Mitgliedern besteht eure Band?
Boris und Dome.

Seit wann gibt es euch und wie seid ihr zusammen gekommen?
Boris: Die Band Greydenz besteht seit dem Jahr 2000, aber in einer völlig anderen Konstellation. Dome habe ich im April 2015 kennengelernt, als wir zusammen für das Kulturinstitut der Stadt Braunschweig gearbeitet haben.
Dome: Ja, wir kamen gleich ins Gespräch über Musik und Kunst. Wir verabredeten uns zu einer Jammsession und ich war sofort von seiner Mucke überzeugt. Quasi Liebe beim ersten anhören.

Was hat es mit eurem Bandnamen auf sich?
Der Name Greydenz ist eine Ableitung des Namens von Boris` Heimatstadt in Polen.

Ihr bezeichnet euren Musikstil als ArtRock. Beschreibt doch bitte mal, was ihr darunter versteht.
Dome: Wer unsere Musik hört, stellt fest, dass es schon ins avantgardistische geht.
Boris: Unser Stil entsteht durch das, was in uns ist und raus will. Sogar raus muss. Wir haben aber eben auch den Anspruch an uns selbst, anders zu sein als der ganze massenkompatible Chart-Brei.Auch im Rock.

Habt ihr musikalische Vorbilder?
Boris: Mark Knopfler und Billy Gibbons.
Dome: Peter Steele, Jim Morrison, John Lord und Richy Blackmore.

„Apfelsine aus dem Weltall“, „Schokolade“ und „Attack of the Werewolf“. Eure Texte sind eher ungewöhnlich. Wer schreibt bei euch und was sind die Inspirationsquellen eurer Texte?
Dome: Die Texte und die Musik kommen ausschließlich von Boris. Ich bin ja erst seit etwas mehr als einem Jahr dabei, von meiner Seite wird aber auf kommenden Platten auch etwas zu hören sein.
Boris: Die Texte kommen ganz intuitiv. Ich greife eine Idee auf und arbeite dann an ihr.

Es gibt im Fernsehen ja mittlerweile viele TV-Formate, die Musiker casten. Würdet ihr bei so etwas mitmachen?
Boris: Für mich hat das nichts mit Musik im eigentlichen Sinne zu tun. Die Leute wollen Fame, werden aber für die Quote verheizt. Selbst die „Gewinner“ solcher Shows sind am Ende doch auch Verlierer.
Dome: Auf gar keinen Fall! Mir ist es allein schon unangenehm solche Shows zu gucken.

Wo hattet ihr euren ersten Auftritt?
Boris: In der jetzigen Konstellation war unser erster Auftritt in der Funzel, hier in BS. Mein persönlicher erster Auftritt war in Magdeburg.
Dome: Ich habe vorher diverse Auftritte mit der Schulband gehabt, aber vor „echtem Publikum“ habe ich als Sänger und Bassist von Greydenz meinen ersten Auftritt gehabt.

Was würdet ihr nie für den Erfolg tun?
Boris: Wir würden nie etwas tun, was den Wert unserer Kunst mindern würde. Das wäre ein Verrat an uns selbst und allem was wir lieben.
Dome: Ich würde nie etwas abliefern, weder live noch auf Platte, mit dem ich nicht zu 100% einverstanden wäre.

Welches ist eure Lieblingslocation?
Boris: Unser Übungsraum, mein Studio und mein Garten.
Dome: Mein Arbeitszimmer und ansonsten überall in der freien Natur.

Wenn ihr die Auswahl hättet, mit welchem Musiker würdet ihr gerne auf der Bühne stehen?
Boris: Helge Schneider!
Dome: Uff, ich glaube, von denen lebt leider niemand mehr. Aber mit Helge würde ich auch gerne auftreten.

Was habt ihr bei euren Auftritten immer im Gepäck?
Boris: Meine Katzenohren und eine Sonnenbrille.
Dome: Eine Sonnenbrille, nach Möglichkeit Wein und ganz viele Zigaretten.

Weitere Infos zur Band gibt es unter www.facebook.com/Greydenz1

Interview: Kerstin Lautenbach-Hsu

Greydenz (Foto: privat)