TU präsentiert sich auf Hannover Messe

Die Technische Universität Braunschweig präsentiert Projekte, Exponate und Großgeräte aus der Energieforschung, dem Leichtbau und der Produktionstechnik auf der Hannover Messe: Die Battery LabFactory Braunschweig (BLB) zeigt, wie mit vernetzter und digitalisierter Produktion leistungsstärkere und zuverlässigere Energiespeicher entwickelt werden können. Ingenieurinnen und Ingenieure aus der Produktionstechnik stellen einen mobilen Produktionsroboter für automatisierten Leichtbau vor. Mit dem Stück eines Flugzeugsrumpfes zeigen Flugzeugbauexperten eine neue Leichtbautechnologie. Den Roboterarm mit dem „Samthandschuh“ für flexible und schnelle Lösungen in der automatisierten Herstellung und Logistik präsentiert das Startup „FORMHAND“.

Andreas Henneberg und Manuel Buggisch bedienen ein mobiles Robotersystem für flexible Leichtbau-Produktionstechnik. (Foto: DLR/TU Braunschweig)

„DaLion“ – Data-Mining in der Produktion von Lithium-Ionen Batteriezellen
Leistungsstärkere, zuverlässigere und haltbarere Batterien – daran forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Battery LabFactory Braunschweig (BLB). Wie diese Ziele mit Technologien der vernetzten Industrie erreicht werden können, stellen sie auf dem Gemeinschaftsstand der Wissenschaftsallianz der TU Braunschweig und Leibniz-Universität Hannover vor. Produkt- und Produktionsstrategien für kostengünstige und leistungsstarke Batteriezellen erforschen und entwickeln sie im Projekt „DaLion“. Mithilfe einer zentralen Datenbank erfassen sie dafür umfangreiche Produktions- und Qualitätsmessdaten und führen daran „Big Data“-Analysen durch. Damit ermitteln die Forscherinnen und Forscher komplexe Wechselwirkungen und Wirkzusammenhänge bei der Elektroden- und Zellproduktion von Lithium-Ionen Batteriezellen und identifizieren Störfaktoren bei der Batterieproduktion. Das Forschungsprojekt „DaLion“ und weitere Forschungsprojekte stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Battery LabFactory Braunschweig (BLB) der TU Braunschweig in Halle 2, Stand B 08 vor.

Mobile Robotersysteme für flexible Leichtbau-Produktionstechnik
Neue Produktionstechniken für den Leichtbau von Flugzeugkabinen, Eisenbahnwaggons oder Windkrafträdern im Sinne der Industrie 4.0 entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Adaptronik und Funktionsintegration (IAF) der TU Braunschweig mit mobilen Industrierobotern. Die Braunschweiger Ingenieurinnen und Ingenieure erforschen mit ihnen die mobile und automatisierte Herstellung großer Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen. Einen der beiden batteriebetriebenen Leichtbau-Roboter stellen sie auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen in Halle 2, Stand A 08 vor.

„FlexProCFK“ – Flexible Technologien für die Produktion individualisierter CFK-Strukturen
Eine Technologie für die flexible Produktion individueller Leichtbaustrukturen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Flugzeugbau und Leichtbau (IFL) der TU Braunschweig gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) und des Instituts für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik (PuK) der Leibniz Universität Hannover. Im Gegensatz zu herkömmlichen Press- und Fügeverfahren werden die Kohlenstofffasern individuell mit dem Kunststoff benetzt und in der gewünschten Position geformt. Wie die neue Fertigungstechnologie unter anderem im Flugzeugbau eingesetzt werden kann, zeigen die Forscherinnen und Forscher mit dem Teil eines Flugzeugrumpfs auf dem Gemeinschaftsstand der Wissenschaftsallianz der TU Braunschweig und Leibniz Universität Hannover in Halle 2, Stand B 08.

FORMHAND“-Greifer in Aktion: Die Technologie ermöglicht die einfachere Handhabung von Blechbauteilen im Produktionsprozess. (Foto: FORMHAND/TU Braunschweig)

„FORMHAND“-Technologie für automatisierte Herstellung und Logistik
Die Produkt- und Variantenvielfalt in der automatisierten Produktion und Logistik beherrschen und gleichzeitig Arbeitsschritte und Rüstzeiten verbessern, das will das „FORMHAND“-Gründerteam mit seiner gleichnamigen Technologie. Mit Unterstützung des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik und durch den „EXIST“-Forschungstransfer wird die Entwicklung zweier ehemaligen Doktoranden der TU Braunschweig zur Marktreife geführt. Wie flexibel und anpassungsfähig die „FORMHAND“-Technologie ist, führt das Gründer-Team auf dem Gemeinschaftsstand der Wissenschaftsallianz der TU Braunschweig und Leibniz-Universität Hannover in Halle 2, Stand B 08 vor.

Quelle: TU Braunschweig