„InnoLink“ stärkt die Wirtschaftsregion

Die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen in der Wirtschaftsregion Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg wird zukünftig durch das EU-Forschungsprojekt „InnoLink“ gestärkt. Mit einem Wissensportal, einem Netzwerk, Workshops und Coachings werden praktische Lösungen für die Herausforderungen der Digitalisierung und Globalisierung bereitgestellt. Expertinnen und Experten der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia Hochschule entwickeln dafür zusammen mit den Unternehmen eine spezielle Innovationsmethodik und Werkzeuge. Alle kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region können sich ab sofort bei der Untersuchung des Innovationsbedarfes und des Innovationspotenzials beteiligen.

Das „InnoLink“-Projektteam zum Start im Haus der Wissenschaft: (v.l.n.r.) Ann-Kathrin Bavendiek, David Inkermann, Kai Florysiak, Tarik Sahin, Siw Holstein, Thomas Vietor, Jörg Körber, Dagmar Wilgeroth, Thomas Warntjen, Gerold Leppa, Andrea Wiencke, Reza Asghari, Theobald Huch, Adrian Mass, Jörg Meyer. (Foto: Nils Ehlers/TU Braunschweig)

“Der zentrale Erfolgsfaktor für die Innovationsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen ist der Zugang zu methodischem und technologischem Wissen. Das gilt mehr denn je im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung“, erklärt Professor Thomas Vietor, Leiter des Instituts für Konstruktionstechnik der TU Braunschweig.

“In unserer Wissensgesellschaft werden die Innovationszyklen immer kürzer werden. Produkte und Prozesse müssen permanent modernisiert, Ergebnisse aus der Forschung systematisch in die Wirtschaft transferiert werden. Das ist Innovation. Mit ‚InnoLink‘ werden wir die Unternehmen dabei unterstützen“, erklärt Professor Reza Asghari, Leiter des Entrepreneurship Center der Ostfalia Hochschule.

Produktentwicklungsexperten des Instituts für Konstruktionstechnik bei der Arbeit: Timo Richter, Tarik Sahin und Ann-Kathrin Bavendiek entwickeln Ideen für das Forschungsprojekt „InnoLink“. (Foto: TU Braunschweig)

Innovationen für die Unternehmen, mit den Unternehmen
Im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung sind Innovationen gefragt. Wie groß der Bedarf und das Potenzial bei kleinen und mittleren Unternehmen in der Region sind, untersuchen Expertinnen und Experten für Produktentwicklung, Betriebswirtschaft und Organisationsökonomie der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel. Ihre Analysen bilden die Grundlage einer integrierten Innovationsmethodik, die auf den regionalen Wirtschaftsraum zugeschnitten ist. Entsprechende Methoden und Werkzeuge entwickeln sie gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen und stellen ihnen Leitfäden und Strategien auf dem gleichnamigen

Wissensportal zur Verfügung.
Das Forschungsprojekt richtet sich an alle kleinen und mittleren Unternehmen und bietet ihnen die Möglichkeit von der Kompetenz und der Expertise der Wissenschaftsregion mit konkreten Maßnahmen zu profitieren. Ansätze wie „Design Thinking“ oder „Open Innovation“ werden den Unternehmen ebenso zugänglich gemacht, wie Methoden zur Einführung innovativer Produkte oder Kooperationen mit innovativen Startups sowie neuer Geschäftsmodelle. Durchgeführt werden dafür Workshops und Pilotprojekte mit Industriepartnern und Wirtschaftsförderern. Ein Schwerpunkt bilden dabei die Kundenorientierung und die interne Unternehmenskommunikation.

Über „InnoLink“
Das Verbundprojekt „Kooperatives Innovationsmanagement durch digital gestützten Wissensaustausch“ (InnoLink) wird koordiniert vom Institut für Konstruktionstechnik der TU Braunschweig und zusammen mit dem Entrepreneurship Center der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften vom 01. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2019 durchgeführt. Gefördert wird es mit rund 475.000 Euro im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch die Europäische Union und mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Quelle: TU Braunschweig