Habitecture: Architektur & Design für Naturschutz

Internationales Symposium am 13. und 14. Juni

Architektinnen und Architekten und Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler aus Chile, Kanada, Niederlande, Schweiz und Deutschland treffen sich am 13. und 14. Juni 2017 an der Technischen Universität Braunschweig. Im Rahmen des internationalen Symposiums Habitecture – architecture for wildlife diskutieren und berichten sie über Projekte und Bauweisen, die im architektonischen Kontext Lebensräume für teilweise bedrohte Tier- und Pflanzenarten in der Stadt schaffen.

Wildbienen-Stele am Braunschweiger Dowesee. (Foto: Henri Greil/TU Braunschweig)

Naturschützer schlagen Alarm: Viele Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, so etwa die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten. Gefährdet ist auch die Artenvielfalt, die sich beispielsweise bei den Fluginsekten in den vergangenen 25 Jahren um 80 Prozent verringert hat. Doch was hat Architektur damit zu tun? „Täglich werden in Deutschland 740.000 Quadratmeter Fläche durch Baumaßnahmen versiegelt und damit wilden Tieren und Pflanzen der natürlichen Lebensraum genommen“, erklärt Henri Greil vom Institut für Landschaftsarchitektur der TU Braunschweig.

Blick unter die Vlotwateringbrug in der südholländischen Stadt Monster. (Foto: Raymond Rutting/NEXT architects)

Rund 80 Expertinnen und Experten aus Architektur, Biologie und Geoökologie diskutieren, wie mit Hilfe von Architektur und Design vor allem in der Stadt neuer Lebensraum für bedrohte Arten geschaffen und die Artenvielfalt gefördert werden kann. Unter anderem wird im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Architekturpositionen“ am Dienstag, den 13. Juni 2017, im Altgebäude, Pockelsstraße 4, Hörsaal PK 4.7 das Projekt „BAT BRIDGES“ aus Holland vorgestellt. Dabei handelt es sich um die erste und bisher einzige Brücke, die gleichzeitig als Unterschlupf für Fledermäuse dient.

Quelle: TU Braunschweig