Carl-Mannich-Medaille für Christel Müller-Goymann

Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) hat Professorin Christel Müller-Goymann vom Institut für Pharmazeutische Technologie der Technischen Universität Braunschweig aufgrund ihrer herausragenden Leistungen im Bereich der Pharmazeutischen Wissenschaften die Carl-Mannich-Medaille verliehen. Die Carl-Mannich-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPhG für in- und ausländische Gelehrte im Bereich der Pharmazeutischen Wissenschaften. Die Übergabe erfolgte am 27. September 2017 in Saarbrücken anlässlich der Jahrestagung der DPhG.

Prof. Dr. Christel Müller-Goymann wurde für ihre herausragenden Leistungen im Bereich der pharmazeutischen Wissenschaften ausgezeichnet. (Foto: TU Braunschweig/Kristina Rottig)

Müller-Goymann ist seit 1991 Geschäftsführende Leiterin des Instituts für Pharmazeutische Technologie der TU Braunschweig, an der auch ihre wissenschaftliche Karriere begann. Im Mittelpunkt ihrer Forschungen stehen nanostrukturierte Arzneistoff-Trägersysteme zur Anwendung auf Haut sowie Schleimhaut von Auge und Lunge. Neben Untersuchungen zur Arzneistoffaufnahme untersuchte Müller-Goymann auch Möglichkeiten zur Rekonstruktion von menschlicher Haut und menschlicher Augenhornhaut.
Zur Person:

Christel Müller-Goymann studierte an der TU Braunschweig Pharmazie und erhielt 1976 die Approbation als Apothekerin. Sie promovierte 1981 im Fach Pharmazeutische Technologie und arbeitete 1984 als DFG-Forschungsstipendiatin an der Ohio State University, Columbus Ohio (USA). 1989 habilitierte sie sich in Braunschweig und erhielt die Venia Legendi im Fach Pharmazeutische Technologie. Im selben Jahr wurde Müller-Goymann als Professorin für Pharmazeutische Technologie an die Philipps-Universität Marburg berufen. 1991 folgte sie dem Ruf auf eine Professur für Pharmazeutische Technologie an die TU Braunschweig, einen weiteren Ruf an die Universität Halle lehnte sie 2001 ab.

Des Weiteren war sie im wissenschaftlichen Komitee und im Aufsichtsrat des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung tätig. Sie ist Mitglied des Franz-Patat-Zentrums, Wissenschaftliches Forum für interdisziplinäre Polymerforschung, und gehört seit 2010 dem Vorstand der Gesellschaft für Dermopharmazie sowie seit 2012 dem Vorstand des Zentrums für Pharmaverfahrenstechnik der TU Braunschweig an. Müller-Goymann ist aktuell Vizepräsidentin der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft sowie Vice President des Phospholipid Research Center. Besonderes Engagement hat sie in Kommissionen des Arzneibuchs auf nationaler Ebene beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und auf internationaler Ebene beim European Directorate for the Quality of Medicines (EDQM) gezeigt. In Deutschland war sie langjähriges Mitglied der Deutschen Arzneibuch Kommission und Vorsitzende des Ausschusses für Pharmazeutische Technologie. Am EDQM hat sie die Expertengruppe für Fette, Öle und Derivate der Europäischen Arzneibuchkommission geleitet.
Zur Auszeichnung:

Die Carl-Mannich-Medaille wird an in- und ausländische Gelehrte auf Grund herausragender Leistungen im Bereich der pharmazeutischen Wissenschaften verliehen. Sie stellt die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft dar. Der Name der Medaille geht auf Prof. Dr. Carl Mannich, den langjährigen Präsidenten der DPhG und Direktor des Pharmazeutischen Instituts der Universität Berlin, zurück.

Quelle: TU Braunschweig