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08.05 | Eintracht vs. FC Union Berlin - 1

Das Gänsehautspiel zwischen den beiden Aufstiegsaspiranten Union und Eintracht hatte seinen Namen schon zu Beginn verdient. Im ausverkauften Stadion hatten sich alle Eintracht Fans in blau-gelbe Folien gehüllt, der Union-Block war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Gastgeber Eintracht machte von Beginn an Druck, erst ging ein Distanzsschuss von Mirko Boland drüber, dann nahm Kapitän Ken Reichel Maß: 6. Minute – ein Schuss der genau ins obere Eck passte – da hatte keine Briefmarke dazwischen. Ein schönes Tor.

Die Berliner versuchten es immer wieder über die Flügel, aber die Eintracht-Abwehr blieb aufmerksam. Erkämpfte sich immer wieder gute Kontersituationen. Allein Gustav Valsvik hatte zwei Kopfballchancen nach Ecken. Gefahr von Union drohte allenfalls nach Freistößen, mit denen Schiedsrichter Stiler auch nicht sparam umging. Aber nennenswerte Torgefahr entstand dadurch nicht. Und immer wieder lauerte Ken Reichel auf eine Schusschance – wie in der 32. Minute, als sein Volley-Schuss nur knapp gegen das Tor ging. Die Führung in der ersten Hälfte ging vollauf in Ordnung, nur hätte Eintracht vielleicht noch ein Tor nachlegen müssen.

In der Halbzeit musste Torsten Lieberknecht wechseln. Sauer hatte sich verletzt, für ihn kam Niko Kijewski. 55. Nach einem erneuten Foulspiel an Nyman zeigte Schiri Stiler Roberto Puncec die gelb-rote Karte!

Unschön: Union langte weiter tüchtig zu....61. Schöner Freistoß in den Strafraum. Hochscheidt und Valsvik behindern sich gegenseitig – der Ball geht neben den Kasten. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Hochscheidt schlägt eine Bogenlampe an die Torauslinie – Nyman rennt hinterher, holt den Ball und bedient Ken Reichel – der drückt das Ding zum 2:0 rein.

Nach dem Wiederanpfiff überrennt Union die Blau-Gelben und Thiel schnippelt das Ei über die Linie. Der Anschlusstreffer aus dem Nichts. 2:1 (65). Trainer Lieberknecht wechselte in der 70. Minute aus, brachte für den fleißigen Hochscheidt den frischen Julius Biada. Trainer Keller wechselte für Fürstner den Ex-Braunschweiger Raffael Korte ein. 72.: Großtat von Daniel Menenhöler der mit Blitzreaktion den höheren Rückstand nach einem Reichel-Schuss von der Linie kratzte.

75. Minute – tiefer Pass von Biada auf Kumbela, der rennt von rechts in den Strafraum zieht ab – genau ins lange Eck. 3:1. Das Stadion singt. Oh wie ist das schön!!!! Kurz darauf wieder Biada auf Hernandez, der bedient Omladic – dessen Schuss wird aber sichere Beute von Keeper Mesenhöler. Union gab sich aber nie auf, versuchte zu Kontern..

82. Minute: Der gerade eingewechselte Khelifi versuchte es von der Strafraumkante – wieder rettete der Berliner Keeper. Kurz vor dem Abpfiff hatte Biada noch die Möglichkeit zu erhöhen, aber sein Schuss von der Strafraumkante ging drüber. Sie blieb es beim 3:1 Sieg – Eintracht ist damit wieder Tabellenzweiter und kann weiter vom Aufstieg träumen – dafür gilt es nächsten Sonntag Arminia Bielefeld zu besiegen, die um den Klassenerhalt kämpfen!

Fotos: Michael Täger
Text: Dr. Frank Kornath