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23.04 | Basketball Löwen vs. s.Oliver Würzburg

Knappe 66:67-Niederlage im letzten Heimspiel

Es ist leider nichts aus dem dritten Heimsieg in Folge geworden. Denkbar knapp verloren die Basketball Löwen Braunschweig am heutigen Sonntag ihr letztes Heimspiel dieser Saison mit 66:67 (29:35) gegen s.Oliver Würzburg. Beim Comeback des zuvor wochenlang verletzten Carlton Guyton wechselten die Führungen in dieser Partie vor 2.462 Zuschauern in der Volkswagen Halle insgesamt elfmal hin und her. Zuerst lagen die Löwen mit acht Punkten vorne, ehe die Gäste von einer sinkenden Trefferquote der Braunschweiger profitierten und sich zur Halbzeit einen Vorsprung erspielten. In der zweiten Spielhälfte steigerten sich die Löwen noch einmal und entschieden beide Viertel für sich. Beim Stand von 66:63 war der Sieg eine Minute vor dem Ende in greifbarer Nähe. Doch dann hätten die Löwen laut Trainer Frank Menz schlauer agieren müssen, um zu gewinnen. Stattdessen trafen die Würzburger zwei Sekunden vor Schluss zur Führung und dem gleichzeitigen Endstand. Dyshawn Pierre überragte einmal mehr mit 23 Punkten und 15 Rebounds. Geoffrey Groselle und Tim Schwartz kamen auf jeweils 14 Zähler. Letztgenannter sorgte nach Spielende noch einmal für tosenden Applaus, als er über das Mikrofon mitteilte, dass er auch in der kommenden Saison ein Löwe bleibt!

Nach einem etwas fahrigen Auftakt setzten sich die Löwen nach zwei Dreiern in Folge erstmals leicht auf 7:2 ab (3. Minute). Diesen Vorsprung hatten sie nach guten Offensiv-Aktionen nur zwei Angriffe später auf acht Zähler ausgebaut und Gäste-Coach Dirk Bauermann griff zu seiner ersten Auszeit. Die Würzburger hatten bis hierhin vor allem offensiv noch keinen Rhythmus gefunden, wurden dann aber sicherer in ihren Aktionen. Ganz anders dafür jetzt die Löwen, bei denen Carlton Guyton in der 6. Minute sein Comeback gab. Der Spielfluss der Braunschweiger war etwas dahin und das, was zuvor an Körben gefallen war, wollte jetzt mehrere Angriffe in Folge nicht mehr fallen. Durch die sinkende Trefferquote schrumpfte der Vorsprung und nach sieben gespielten Minuten lagen die Löwen schließlich mit 13:14 zurück. Die Führungen wechselten danach noch ein-, zweimal hin und her, ehe das Viertel mit 19:22 endete.

Das Offensiv-Problem der Löwen setzte sich auch im zweiten Viertel fort. Zwar hatte das Menz-Team sich in der 14. Spielminute nach einem Dreier von Luis Figge die Führung zurückgeholt (24:22), aber die Gäste übernahmen anschließend wieder. Die hatten unter dem Korb häufig zu leichtes Spiel, während die Löwen sich dort selten erfolgreich durchsetzen konnten und die Dreier auch nur bei mäßiger Quote fielen (29 Prozent). Die Würzburger hingegen trafen über 50 Prozent ihrer Zweipunktewürfe und kontrollierten jetzt auch die Rebounds. Folgerichtig fielen die Löwen auf 26:33 zurück, ehe Carlton Guyton einen Dreier versenkte (19. Minute). In die Halbzeit ging es mit einem 6-Punkte-Rückstand (29:35), nachdem die Gäste mit Ablauf der Spieluhr einen Korbleger verwandelt hatten.

Wieder auf dem Parkett wirkten die Löwen entschlossener als zuvor. Defensiv waren sie griffiger und erarbeiteten sich mehrere Ballverluste der Gäste. Darüber kamen sie Stück für Stück näher heran und gingen wieder in Führung – auch, weil Tim Schwartz jetzt aufdrehte: Der Löwen-Forward hatte nach sieben Minuten in diesem Viertel bereits elf Punkte erzielt und damit einen riesigen Anteil daran, dass die Braunschweiger sich auf 46:38 absetzen konnten. Auf der anderen Seite stemmte sich dafür Michael Cobbins gegen einen größer werdenden Rückstand und der Big Man war mit sechs Punkten in Folge erfolgreich. Bei den Löwen war offensiv dann wieder der Wurm drin. Sie blieben in den letzten drei Minuten dieses Viertels ohne Zähler, mussten ihre erspielte Führung erneut abgeben und gingen beim Stand von 46:49 in die letzten zehn Minuten.

Nach drei Minuten nahm Frank Menz eine Auszeit: Sein Team hatte bis hierhin nur zwei Punkte an der Freiwurflinie erzielt und der Rückstand war deshalb auf 48:55 angewachsen. Ein Dreier von Carlos Medlock zum 51:57 ließ wieder Hoffnung aufkommen, erst recht als er sein Team vier Minuten vor dem Ende auf fünf Punkte heranbrachte. Und dann waren da ja auch noch Geoffrey Groselle und Dyshawn Pierre. Groselle hatte in diesem Spiel hart für seine Würfe kämpfen müssen. Doch jetzt war er zweimal hintereinander erfolgreich und stopfte einmal davon den Ball krachend durch die Reuse – mit Foul. Er warf die Löwen so auf 58:61 heran. Und dann übernahm Dyshawn Pierre! Der erneut bockstarke Forward traf zwei Freiwürfe und zwei Dreier zum 66:63 in der 39. Minute. Damit war die Siegchance nah, aber die Würzburger hatten den längeren Atem. Nach einem Braunschweiger Ballverlust erzielten sie zwei Sekunden vor dem Ende noch das 66:67. Unglücklich, denn die Löwen hätten noch einmal foulen können, ohne dass es zu Freiwürfen für die Gäste gekommen wäre.

Viertel im Überblick: 19:22, 10:13, 17:14, 20:18;

Fotos: Sandra Guttermann
Text: PM