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12.04 | Basketball Löwen vs. RASTA Vechta

Weiter auf dem Weg zum Klassenerhalt

Durchatmen. Aufatmen. Und dann tierisch freuen. Das dürfte am heutigen Mittwoch, den 12. April, die Gemütslage des Teams, der Verantwortlichen, Mitarbeiter und der Fans der Basketball Löwen Braunschweig nach ihrer Partie in der Volkswagen Halle widergespiegelt haben. Die Braunschweiger waren zum „Spiel der Spiele“ im Kampf um den Klassenerhalt gegen den Tabellensiebzehnten RASTA Vechta angetreten und konnten im Falle des Sieges die Weichen auf Ligaverbleib stellen. Und so kam es dann auch: Die Löwen besiegten die Gäste vor 3.105 Zuschauern mit 87:73 (50:39). Dabei starteten sie entschlossen in das Spiel und gingen in Führung. Diese mussten die Löwen im ersten Viertel für einen kurzen Moment noch einmal abgeben, holten sie sich aber zurück und gaben sie fortan nicht mehr her. Im dritten Viertel bauten die Löwen ihren Vorsprung bis auf 19 Punkte aus und hatten das Spiel komplett im Griff, ehe sich vermehrt Ballverluste in ihr Spiel einschlichen. Die führten dazu, dass Vechta noch einmal bis auf 10 Zähler herankam, doch machte Thomas Klepeisz mit starken 17 Punkten im letzten Viertel den Deckel auf den wichtigen Sieg! Der Löwen-Guard war mit 23 Punkten auch Topscorer der Partie, während für die Gäste Frank Gaines mit 22 Zählern am erfolgreichsten war.

Die Löwen starteten mit zwei Dreiern gut ins Spiel, dafür waren die Gäste unter dem Korb präsent. Hier gelangen ihnen durch Frank Gaines und Devin Searcy – vor allem nach Offensiv-Rebounds – mehrere einfache Punkte, weshalb die Löwen nach vier Minuten erstmals in Rückstand gerieten (10:13). Doch dann bekamen sie das Spiel besser in den Griff, auch im Rebound. Hier packten sie jetzt konsequenter zu und hatten defensiv insgesamt eine Schippe draufgelegt. Daraus ergaben sich Stopps und Ballgewinne, welche die Löwen in eine 21:15-Führung verwandelten (8. Minute). Diese hielten sie angeführt von Dyshawn Pierre (9 Punkte) und gingen mit 27:20 ins zweite Viertel.

In der 13. Minute hatten die Löwen ihren Vorsprung nach einem Dreier von Carlos Medlock auf 33:24 erhöht. Auf einen prompt folgenden Konter von RASTA suchte das Menz-Team dann vermehrt seinen Center Geoffrey Groselle, der Fouls zog und aus dem Pick-and-Roll erfolgreich war. Dadurch bekamen die Löwen wieder etwas mehr Luft und nach einem Dreier von Tim Schwartz erstmals eine zweistellige Führung (39:29, 15. Minute). Als RASTA aber nach zwei zu einfachen Korblegern auf 41:33 rangekommen war, nahm Frank Menz eine Auszeit. Sein Team zog daraufhin erneut auf 12 Punkte davon, machte in dieser Phase aber auch einige Fehler und schaltete vor allem zu langsam von Angriff auf Verteidigung um. Das nutzte Vechta aus und verkürzte nach einem Schnellangriff auf sieben Zähler. Der Löwen-Coach reagierte sofort mit einer weiteren Auszeit und auf die ließ sein Team noch einmal eine starke Endphase folgen! Den Löwen gelangen zwei Stopps, aus denen sie 4 Punkte holten und gingen mit einer 50:39-Führung in die Halbzeitpause.

Zurück auf dem Parkett setzten die Löwen sofort ein fettes Ausrufezeichen! Dunk, Block, Offensiv-Rebounds, Korbleger und Ballgewinn – sie boten alles und belohnten sich nach einem weiteren erkämpften Offensiv-Rebound mit einem Dreier von Tim Schwartz zum 57:39 (23. Minute). Nach fast vier gespielten Minuten in diesem Viertel erzielten die Gäste ihren ersten Korb und das aus einem Braunschweiger Ballverlust. Vechta machte jetzt aber auch mehr Druck auf den Löwen-Aufbau und stand besser in den Passwegen. Dadurch war das Offensivspiel der Menz-Mannschaft nicht mehr ganz so flüssig. Aber die Löwen blieben weiterhin komfortabel in Führung, die nach einem Dreier von Andre Hollins 18 Punkte betrug (65:47, 27. Minute). Bis zum Viertelende konnte RASTA aber auf 15 Punkte verkürzen, weil sich die Ballverluste im Löwen-Spiel unter dem Druck häuften.

In die letzten zehn Spielminuten ging es beim Stand von 68:53. Nach weiteren Ballverlusten auf beiden Seiten ging RASTA in die Zonenverteidigung, auf die Thomas Klepeisz mit zwei Dreiern die richtige und wichtige Antwort hatte (74:58, 33. Minute). Aber die Gäste hatten noch nicht aufgegeben und kamen aufgrund der Löwen-Fehler näher heran. Als der Vorsprung nur noch elf Zähler betrug, griff Frank Menz zur Auszeit und darauf versenkte erneut Thomas Klepeisz seinen nächsten Dreier zum 79:65 (36. Minute). Überhaupt war es das Viertel des österreichischen Guards. Denn als die Gäste sogar auf 10 Punkte verkürzt hatten, da trat Klepeisz an die Freiwurflinie und verwandelte alle drei Würfe zum 82:69. Dort stand er anschließend noch weitere fünf Mal, gab sich keinerlei Blöße und machte damit den so wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt klar.

Durch den Sieg haben die Löwen bei noch vier verbleibenden Spielen sechs Punkte Vorsprung auf RASTA Vechta und ebenso den direkten Vergleich für sich entschieden. Sollte Vechta am Ostersonntag gegen den FC Bayern Basketball verlieren oder die Löwen am Ostermontag gegen die Telekom Baskets Bonn gewinnen, wäre der Klassenerhalt endgültig gesichert.

Viertel im Überblick: 27:20, 23:19, 18:14, 19:20;

Fotos: Sandra Guttermann
Text: PM