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"PUBLIC ENEMIES"

Kinostart am 06.08.2009

John Dillinger (Johnny Depp) ist einer der cleversten und gewieftesten Männer Amerikas Mitte der 30er Jahre. Denn während Polizei und FBI ihm immer dicht auf dem Fersen sind, raubt er weiter seelenruhig und knallhart mit seiner Crew die größten Banken Chicagos aus. Schnell avanciert er so zum in der ganzen Bevölkerung bekannten und beliebten Ganoven und wird zum Public Enemy Nr.1. Umso überraschter ist daher auch Billie Frechette (Marion Cotillard), als Dillinger sie prompt zum Essen ausführt und sich als der ausgibt, der er tatsächlich ist: Der berühmtberüchtigte John Dillinger. Ohne sie lange zu kennen bittet er Billie, mit ihm zu flüchten. Doch auch der FBI-Agent Melvin Purvis (Christian Bale) kann Erfolge verbuchen und der smarte wie galante Dillinger kommt nicht drum herum, den Bau auch von innen näher kennen zu lernen. Allerdings wäre er nicht so bekannt, wenn er mit solchen Situationen nicht umgehen könnte… . Das anfängliche Spiel wird jedoch immer tödlicher, auf beiden Seiten lichten sich die Reihen und Dillingers geliebte Billie wird schließlich von Purvis zum letzten Werkzeug gemacht, um seinen Feind endlich zu packen.


 

© 2009 Universal Studios CHRISTIAN BALE spielt John Dillinger's Widersacher, Special Agent Melvin Purvis.


Kritik

Die Story ist ein klassisches Gangsterepos. Dafür nehme man einen der bedeutendsten amerikanischen Regisseure der Gegenwart, der nicht nur Regie führt, sondern den Film auch produziert und am Drehbuch mitschreibt. Dazu kommt dann eine geballte Ladung bekannter und beliebter Schauspieler. Das Ganze ergibt - Überraschenderweise keinen überragenden Film. Regisseur Michael Mann („Miami Vice“, „Heat“, „Collateral“) nutzt bei „Public Enemies“ eine hochauflösende digitale Kamera. So entsteht ein gestochen scharfes und modernes Bild der 30er Jahre. Die viel verwendete Handkamera reißt den Betrachter direkt ins Geschehen, ist jedoch auf Dauer sehr anstrengend. Ebenso ist es mit dem unermüdlichen Maschinenpistolengeballer in den zahlreichen Actionszenen, die zwar definitiv Spaß machen, auf der Strecke bleibt dabei allerdings die Story. Der wahre John Dillinger, der wie es scheint mehr auf Ruhm, als auf Geld aus war, wird nur angedeutet. Der Hintergrund, die zu der Zeit herrschende Depression etc., fehlt völlig und auch die mitreißende Liebesgeschichte ist nicht voll ausgeschöpft worden.


 

© 2009 Universal Studios JOHNNY DEPP spielt den legendären Verbrecher John Dillinger


Fazit

Der Film liefert ein unterhaltsames Spiel zwischen Johnny Depp und Christian Bale, mit einer Liebesgeschichte zum dahin schmelzen. Die dahinter liegende wahre Geschichte wird allerdings nicht so umgesetzt, dass daraus ein großartiger Gangsterfilm entsteht.

Ein Beitrag von Linda Gerner


Bewertung


 

"Hangover" | "66/67 Fairplay war gestern"