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NEUE AUSSTELLUNG „KUGELBAHNEN“ IM PHÆNO |
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Zwei kinetische Kunstwerke feiern Weltpremiere
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Rollen, fallen, trudeln, kreisen, rotieren, sich verfolgen, hervorschießen – was Kugeln alles können, zeigt phæno ab dem 10. Dezember in der neuen Sonderausstellung „Kugelbahnen“. Das Spektrum reicht von einzigartigen kinetischen Kunstwerken bis hin zu faszinierenden Mitmachstationen. Insgesamt werden 50 Exponate gezeigt. Ob zur spielerischen Erforschung physikalischer Gesetzmäßigkeiten, zur Schulung der räumlichen Wahrnehmung oder zum Erproben der eigenen Motorik – Kugelbahnen üben auf Kinder und Erwachsene eine ganz besondere Faszination aus. „Eine derartige Zusammenstellung von künstlerischen Arbeiten, physikalischen Experimentierstationen und Modulen zum eigenen Bauen hat es zuvor noch nicht gegeben“, so Dr. Wolfgang Guthardt, Direktor des phæno.
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Markrokosmos – Prunkstück der Ausstellung
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Prunkstück der Ausstellung ist das Werk „Markrokosmos“ von Mark Bischof, der sich in Fachkreisen der kinetischen Künstler bereits einen bedeutenden Namen gemacht hat. Kristallmurmeln in Messingbahnen finden auf fast 20 qm nach dem Zufallsprinzip ihren Weg - ein komplexes Werk, das zu verfolgen den Betrachter lange fesselt. Auch Hollywood bekundete schon Interesse an diesem Kunstwerk. Eine vereinfachte Nachbildung des Markrokosmos schaffte es 2007 in den Film „Das perfekte Verbrechen“ mit Anthony Hopkins. Neben diesem Werk präsentiert der kinetische Künstler auch „Opus 212“ – eine Kugelbahn, die durch verschiedene Geschwindigkeiten dramatisch ist wie ein Musikstück: Eine große Kristallkugel wird langsam nach oben transportiert, fällt dann herunter und öffnet durch ihre Energie ein Reservoir von kleinen Kugeln, die explosionsartig auseinanderfliegen. Beide Kunstwerke von Mark Bischof feiern sogar Weltpremiere: Zum ersten Mal werden sie öffentlich ausgestellt.
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Außergewöhnliche Vielfalt an Kugelbahnen
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Die Bandbreite der Kugelbahnen wird durch zwei weitere Künstler ergänzt. Vom Kugelbahnpionier George Rhoads wird die ästhetische Metallbahn „Odyssey of the Spheres“ zu sehen sein. „Die Odyssey hat eine ausgesprochen grafische Dimension, da sie als eine Ebene – wie ein Bild – angeordnet ist“, erklärt Dominik Essing, phæno Mitarbeiter und Leiter der Sonderausstellung. Der Künstler Pierre Andrès ist für seine überraschenden Holzbahnen, den sogenannten „Machines singulières“ bekannt, die der „art brut“ zugerechnet werden. Andrès hat einige völlig neuartige Mechanismen entwickelt, die von nachfolgenden Kugelbahnbauern immer wieder zitiert werden. Die Verbindung von Naturwissenschaft und Kunst ist ein besonderes Merkmal des phæno, das sich im Gesamtkonzept und in den Sonderausstellungen wie der im Jahre 2008 gezeigten „PhantasieMechanik“ und jetzt in „Kugelbahnen“ widerspiegelt. „Künstler haben eine besondere Blickweise auf naturwissenschaftliche Phänomene und regen so zum Nachdenken an“, erläutert Dr. Guthardt.
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Inspirierende Mitmachstationen
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Inspiriert durch diese einzigarten Kunstwerke können die Besucher selber Einfluss nehmen, spielen und experimentieren. „Kugelbahnen regen die Fantasie an und faszinieren sowohl Jung und Alt“, ist sich Essing sicher. Am großen dreidimensionalen Kugellabyrinth „Superplexus Circles“, das vom Kalifornier Michael McGinnis entwickelt wurde, wird die eigene Geschicklichkeit herausgefordert: Die Kugel muss durch ein kompliziert ineinander verschachteltes Bahnenlabyrinth balanciert werden. Die nächste Herausforderung wartet schon bei „Rollercoaster“. Aus einem Ensemble von Einzelteilen wie verschiedenen Bergen, Tälern, Loopings und Steilkurven können die Besucher eine Art Achterbahn für Kugeln selber zusammenbauen. An der Startrampe wird die Kugel losgelassen, die anschließend idealerweise bis zum Ende alle Hindernisse überwindet.
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Kugelbahnwerkstatt für kleine und große Baumeister
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In der Kugelbahnwerkstatt lassen sich aus Alltagsmaterialien eigene Bahnen herstellen. Das Bauen und Werken wird damit gefördert und die Kreativität als wichtigstes Werkzeug für Innovationen herausgefordert. Auch die kleinen Baumeister können in einem Bereich Bahnen aus einzelnen Holzbaustein-Kugelmodulen aufbauen - entweder völlig frei oder nach vorgegebenen Plänen. Physikalischen Gesetzen, denen die Kugeln auf ihren Wegen unterliegen, kommt man beim Bauen und Experimentieren dabei ganz nebenbei auf die Spur: Eine Kugel läuft beispielsweise scheinbar eine Schräge bergauf. Zauberei? Nein! Es handelt sich um pure Physik, die jeder Besucher durch Mitmachen erfahren kann.
Aktuelle Informationen über die Ausstellung, die bis Sommer 2012 im phæno zu sehen sein wird, finden Sie unter www.phaeno.de.
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